Im RADIO : Aust lädt zum Duell

Zum Endspurt des Wahlkampfs holt Stefan Aust Bundeskanzlerin Merkel und Herausforderer Steinbrück ins Radio. Noch im Programm von Tipp-Geber Tom Peuckert: Ein Radio-Krimi, die Glitzerwelt der Modebranche und militante jüdische Siedler im Westjordanland.

Nach dem TV-Duell bittet Journalist Stefan Aust Angela Merkel (CDU) und Peer Steinbrück (SPD) zum Endspurt ins Radio. Er hat die Bundeskanzlerin und ihren Herausforderer im Auftrag von 58 privaten Stationen, getrennt voneinander, jeweils rund 30 Minuten interviewt. Für die Ausstrahlung der Sendung „Deutschland wählt – das Finale im Radio“ unterbrechen die Sender ihr übliches Programmformat (u.a. 105'5 Spreeradio, 89.2 Radio Potsdam, 94,3 rs2, 98.2 Radio Paradiso, Berliner Rundfunk 91.4, Klassik Radio, radio B2. 19. September, 18 Uhr Steinbrück; 18 Uhr 30 Merkel).

Der ermittelnde Privatdetektiv in Mark Zaks Radiokrimi „Glaube, Liebe, Mafia“ hat eine Vergangenheit als KGB-Agent und Afghanistan-Kämpfer. Auf verschlungenen Pfaden ist der Russe Josif Bondar nach Köln gekommen, mitten ins Multikulti-Viertel Mülheim. Zu seinem sozialen Netzwerk gehören türkische Taxifahrer und deutsche Polizistinnen. Als ein Theater nach einer politisch umstrittenen Premiere abbrennt, beginnt Bondar zu ermitteln (Deutschlandfunk, 21. September, 0 Uhr 05, UKW 97,7 MHz).

Wer intime Details aus der Modelbranche zu berichten hat, wird die Aufmerksamkeit des Publikums nicht verfehlen. Elodie Pascals preisgekröntes Hörspiel „La vie en vogue“ führt tief in die Kulissen einer legendenumwobenen Glitzerwelt. (Kulturradio vom RBB, 22. September, 14 Uhr 04, UKW 92,4 MHz).

Seit Jahren wird ein Frieden im Nahen Osten von Extremisten auf beiden Seiten der Front verhindert. Kai Adlers Feature „Hügelkrieger“ führt zu den militanten jüdischen Siedlern im Westjordanland. Sie fühlen sich als Außenposten ihrer Nation und wollen keinen Meter Boden preisgeben. Doch im eigenen Land sind sie eine umstrittene Minderheit (Deutschlandfunk, 24. September, 19 Uhr 15).

Vor einigen Tagen las man in dieser Zeitung eine schwer fassbare Geschichte über einen Justizirrtum. Ein deutsches Gericht hatte einen Lehrer wegen Vergewaltigung einer Kollegin ins Gefängnis geschickt. Erst Jahre später kam seine Unschuld ans Licht, nun wurde das angebliche Opfer verurteilt. Die Frau hatte in ihrem Bekanntenkreis den Ruf einer notorischen Lügnerin, was die Richter im ersten Prozess allerdings nicht interessierte. Sibylle Tamins Feature „Der Fall Arnold“ recherchiert die Hintergründe eines Gerichtsdramas (SWR 2, 25. September, 22 Uhr 03). Tom Peuckert


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