Internationaler Fernsehpreis : Markus Lanz für Emmys nominiert

10.10.2012 00:00 Uhrvon
Könnte bald einen Preis bekommen: Markus Lanz. Foto: dpa
Könnte bald einen Preis bekommen: Markus Lanz. - Foto: dpa

Nicht für "Wetten, dass..?", sondern für seine Doku „Wettlauf zum Südpol“ ist Markus Lanz für die Internationalen Emmy Awards nominiert worden. Neben ihm sind auch noch andere deutsche Anwärter im Rennen für den Fernsehpreis.

Auch das Ausland wird auf Deutschlands neuen Star-Moderator aufmerksam. Drei Tage nach seiner Premiere bei „Wetten, dass..?“ wurde Markus Lanz mit seiner Doku „Wettlauf zum Südpol“ zusammen mit Joey Kelly für die beste internationale Dokumentation bei den International Emmy Awards vorgeschlagen. „Wettlauf zum Südpol“ hat starke Konkurrenz. Ausgezeichnet werden insgesamt neun Formate am 19. November 2012. Darüberhinaus ist der vom SWR federführend für die ARD produzierte Märchenfilm „Die Sterntaler“ in der Kategorie „Kinder: Fernsehfilm“ für den erstmals ausgelobten „Kinder-Emmy“ nominiert.

Gute Nachrichten also aus hiesiger Sicht von der weltgrößten Fernsehmesse Mipcom in Cannes, auf der deutsche Produktionen und TV-Macher sonst eher nicht so im Rampenlicht stehen im Vergleich zum US-amerikanischen Markt, der jedes Jahr neue Hochglanzserien à la „Mad Men“ oder „Breaking Bad“ zur Präsentation schickt.

Große Ausnahme diesmal: die Ankündigung von Teamworx-Chef Nico Hofmann in Cannes, eine achtteilige fiktionale „Hitler“-Serie zu produzieren.

Zweimal im Jahr reist die TV-Branche nach Südfrankreich – und hofft auf Inspiration und neue Trends. Mit „House of Cards“ und „The Americans“ feierten gleich zwei brandneue US-Serien ihre Premiere vor Fachpublikum. Für die US-Adaption der BBC-Miniserie „House of Cards“ taten sich mit David Fincher und Kevin Spacey zwei hochkarätige Namen zusammen. Spacey, der Produzent und Hauptdarsteller ist, sagte im Vorfeld der Mipcom: „Wer die interessantesten Storys und Charaktere sucht, findet sie heutzutage im Fernsehen.“ Doch Fernsehen ist nicht mehr Fernsehen. Das zeigt der Auftraggeber von zwei Staffeln der Serie: die US-Video-on-Demand-Plattform Netflix. Dort wird die hochpolitische Serie laut Branchendienst Dwdl.de am 1. Februar 2013 online gehen – und das gleich mit allen 13 Folgen der ersten Staffel. Wie man die deutschen Fernsehsender kennt, wird davon hierzulande im großen Stil nichts zu sehen sein. Das ZDF zeigt lieber Markus-Lanz-Dokus. meh

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