Internetglossar : Warum das Netz neue Adressen braucht

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Um sich im Internet austauschen zu können, brauchen Computer Adressen, damit die Datenpakete an den richtigen Empfänger geschickt werden. Diese Adressen sind Zahlencodes, die sogenannten Internet-Protokoll-Adressen, kurz IP-Adressen.

IP-Adressen lassen sich im Binärcode, also als Nullen und Einsen darstellen, aber auch in Dezimalzahlen übersetzen. Die bisher verwendeten Adressen unter dem Standard IPv4 haben 32 binäre Stellen, also 32 Stellen, die jeweils eine 0 oder 1 sein können. Daraus ergeben sich über vier Milliarden Möglichkeiten. Als Dezimalzahl geschrieben wird je einem Oktett eine Zahl zwischen null und 255 zugeordnet. Diese dezimale Schreibweise der IP- Adresse kann man sich anzeigen lassen, zum Beispiel auf www.wieistmeineip.de. Die IP-Adresse des Computers, auf dem dieser Text geschrieben wurde, war zum Zeitpunkt des Schreibens zum Beispiel 194.115.26.31.

Da die über vier Milliarden Möglichkeiten bald nicht mehr für alle Geräte ausreichen, die an das Netz angeschlossen sind, wird nun auf einen neuen Standard umgestellt, IPv6. Dieser Standard ermöglicht 340 Sextillionen verschiedene Adressen – das sollte auf unbestimmte Zeit reichen.

Auf den neuen Standard wollen die Internetanbieter in diesem Jahr sukzessive umstellen. Das haben unter anderem die Deutsche Telekom und Vodafone angekündigt. Im Moment surfen die meisten Deutschen noch mit dem alten Standard. Das sagten Experten kürzlich bei einer Anhörung der Enquete-Kommission Internet des Bundestags. Den nächsten Mittwoch, den 6. Juni, haben eine Reihe großer Unternehmen nun zum

IPv6-Tag erklärt und beginnen an diesem Tag gemeinsam mit der Vergabe der neuen Adressen in ihren Diensten. Darunter sind die Microsoft-Suchmaschine Bing, Google und Facebook. as

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