Islamkritik in "Bild am Sonntag" : Fast 150 Beschwerden beim Presserat

Schmähkritik, Diskriminierung religiöser Gruppen, Verletzung der Menschenwürde - gegen den Kommentar von "BamS"-Vize Fest sind inzwischen rund 150 Beschwerden beim Presserat eingegangen.

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Gegen den islamkritischen Kommentar in der „Bild am Sonntag“ sind bereits 148 Beschwerden beim Deutschen Presserat eingegangen, wie Geschäftsführer Lutz Tillmanns am Montag dem Tagesspiegel auf Anfrage mitteilte. Beanstandet worden sei vor allem ein möglicher Verstoß gegen Ziffer 10 des Pressekodex‘, wonach die Presse darauf verzichtet, religiöse Überzeugungen zu schmähen, sowie eine mögliche Verletzung von Ziffer 12 des Kodex‘, wonach niemand wegen seiner Zugehörigkeit zu einer religiösen Gruppe diskriminiert werden darf. Auch ein möglicher Verstoß gegen Ziffer 1, die Wahrung der Menschenwürde, ist laut Tillmanns von den Beschwerdeführern angebracht worden. In der Ausgabe vom vergangenen Sonntag hatte „BamS“-Vizechefredakteur Nicolaus Fest den Islam als „Integrationshindernis“ bezeichnet und gefordert, dass dies „bei Asyl und Zuwanderung ausdrücklich“ berücksichtigt werden sollte. Sollten die Beschwerden gegen seinen Kommentar zulässig sein, wird der Presserat in seiner nächsten Sitzung am 9. September über mögliche Konsequenzen gegen die „Bild am Sonntag“ entscheiden. sal

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