• Joint Venture von Axel Springer und Politico: Politico startet Europa-Ausgabe im Frühling 2015

Joint Venture von Axel Springer und Politico : Politico startet Europa-Ausgabe im Frühling 2015

Ein Nachrichtenportal und eine Zeitung, maßgeschneidert für die europäische Polit-Elite: Das ist der Plan von Axel Springer und Politico. Dafür hat das Joint Venture die Brüsseler Wochenzeitung "European Voice" gekauft - samt Frankreichs führender Veranstaltungsagentur.

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Eine aktuelle Titelseite der US-Ausgabe. Das Layout soll so auch in Europa beibehalten werden. Foto: promo Axel Springer/Politico
Eine aktuelle Titelseite der US-Ausgabe. Das Layout soll so auch in Europa beibehalten werden.Foto: promo Axel Springer/Politico

Bisher haben Politiker in Brüssel die „European Voice“ gelesen, ab Frühjahr 2015 müssen sie auf „Politico“ umsteigen. Bereits im Herbst war bekannt geworden, dass der Axel Springer Verlag plant, gemeinsam mit „Politico“ eine europäische Ausgabe des US-Nachrichtenangebots aufzubauen. Jetzt gab Springer bekannt, ein Joint Venture mit „Politico“ gegründet und die Brüsseler Wochenzeitung „European Voice“ übernommen zu haben. Springer erhofft sich davon einen „Jumpstart“ für die europäische Ausgabe von „Politico“ - die mediale Infrastruktur muss nicht mühsam aufgebaut werden, sondern ist durch „European Voice“ schon vorhanden.
Zunächst sollen etwa 30 Journalisten aus Brüssel und anderen europäischen Städten berichten. Chefredakteur wird John F. Harris, der bereits Mitgründer und Chefredakteur der US-Ausgabe ist. Redaktionsleiter wird Matthew Kaminski vom „Wall Street Journal“.

Ein genauer Starttermin steht noch nicht fest

Konkret geplant sind eine Internetseite unter der Domain politico.eu und eine wöchentlich in Brüssel erscheinende Zeitung. Das Magazin, das „Politico“ alle zwei Monate in Washington und New York herausbringt, wird es in Europa zunächst nicht geben. Dafür setzt das Joint Venture auf „Politico Pro“, einen Abo-Nachrichtendienst zu spezialisierten Themen wie beispielsweise Gesundheitspolitik, Technologie oder Energie, der insbesondere Spitzenpolitiker, Manager und Lobbyisten ansprechen soll. Für das entsprechende US-Angebot mit jeweils fünf exklusiven Nachrichten-Zugängen zahlen Interessenten derzeit 7500 Dollar pro Jahr. Einen genauen Starttermin für das europäische "Politico"-Angebot gibt es noch nicht, da sich Redaktion und Infrastruktur derzeit noch im Aufbau befinden.
Zusätzlich zur Übernahme der „European Voice“ kaufen Springer und Politico auch das Development Institute Internationale (DDI) mit Sitz in Paris. Es gilt als Frankreichs führende Veranstaltungsagentur für Public Affairs und soll die europäischen „Politico“-Ausgabe künftig bei geplanten Events unterstützen.

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