Jugend-Onlineangebot funk von ARD/ZDF : Euphorie nein, Zufriedenheit ja

Halbjahresbilanz beim Jugendangebot "funk": Die Macher sehen sich auf dem Weg, am Ziel sehen sie nicht

Die Programmgeschäftsführer von "funk", dem multimedialen Angebot von ARD und ZDF: Sophie Burkhardt (ZDF) und Florian Hager (ARD). Foto: dpa
Die Programmgeschäftsführer von "funk", dem multimedialen Angebot von ARD und ZDF: Sophie Burkhardt (ZDF) und Florian Hager (ARD).Foto: dpa

Zufrieden, aber nicht euphorisch, so könnte man die Bilanz zusammenfassen, die die Macher des ARD/ZDF-Jugendangebots „funk“ nach dem ersten halben Jahr ziehen. Seit dem Start 1. Oktober zählten die beiden Sender, die für das ausschließlich im Internet laufende Jugendangebot auf zwei digitale TV-Kanäle verzichten mussten, insgesamt 150 Millionen Abrufe bei YouTube und Facebook, gehabt. Auf YouTube entfielen dabei 103 Millionen Abrufe, auf Facebook 44 Millionen. „Funk“ ist ein multimediales Angebot für Jugendliche, das mit dem klassischen Fernsehen wenig zu tun hat. Es gibt eine App und Kanäle, die Online-Formate laufen auch ohne das Label „funk“.
Gegenüber den ersten drei Monaten ist die Reichweite des Angebots für die Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen damit nicht signifikant gestiegen: Von Oktober bis Dezember hatte die Zahl der Abrufe bei YouTube bereits bei 50 Millionen gelegen, bei Facebook lag das Interesse mit 22,7 Millionen Abrufen sogar etwas höher als im zweiten Vierteljahr. Entsprechend gaben die Macher an, dass sie zwar zufrieden seien, sich aber noch höhere Ziele steckten.

Positives Feedback und Preise


„Wir haben in den vergangenen Monaten viele Formate angeschoben, viel positives Feedback von unseren Nutzern bekommen und sogar ein paar Preise gewonnen. Das hätten wir zum Start so nicht erwartet“, sagte Vize-Programmgeschäftsführerin Sophie Burkhardt zu dpa. „Wir sind aber auch noch lange nicht am Ziel und analysieren genau, wo wir schon gute Wege gefunden haben und woran wir noch intensiver arbeiten müssen.“
Bei YouTube hat das Angebot nach eigenen Angaben inzwischen rund zwei Millionen Abonnements, bei Facebook etwa 350 000 Fans. Wer zwei oder mehr Kanäle oder Seiten abonniert hat, wird neu mitgezählt. Zugpferde sind etwa die Show „Kliemannsland“, die 219 000 Abos hat, der Sport-Satirekanal „Wumms“ mit 53 000 Fans bei Facebook und das Comedy-Angebot „Bohemian Browser Ballett“, das bei YouTube 46 000 Fans hat. Tsp

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