Medien : Kontra für den Sohnemann Alfred Neven DuMont denkt nicht an Rückzug

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Alfred Neven DuMont reicht es jetzt offenbar. Nach wochenlangem Hin und Her um die Zukunft seines Sohnes Konstantin Neven DuMont im Verlag M. DuMont Schauberg („Kölner Stadt-Anzeiger“, „Berliner Zeitung“) hat er sich am Dienstag erstmals geäußert: „Wir, alle Mitarbeiter des Hauses, die Chefredakteure, Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und Verleger, sind völlig unvorbereitet und ohne eigenes Hinzutun durch meinen Sohn Konstantin Neven DuMont, der seit mehreren Tagen beurlaubt ist und dessen Ämter und Funktionen ruhen, in eine misshellige Situation geraten“, schrieb der 83-jährige Altverleger und Aufsichtsratsvorsitzende in der „DuMont Depesche“ an die Verlagsmitarbeiter.

Am Montag war er von seinem 41-jährigen Sohn in der Kölner Ausgabe der „Bild“ zum Rückzug aufgefordert worden. Ob Konstantin Neven DuMont, der nach einer Auseinandersetzung mit dem Medienjournalisten Stefan Niggemeier in der Kritik steht, weiter Vorstandsmitglied und Herausgeber bleibt, ließ der Vater offen. Vieles, was geschrieben worden sei, habe „einen gewissen Wahrheitsgehalt, aber es gibt ebenso viel Fiktion, wie so oft, wenn man sich mit Lust über Personalien auslassen kann“, so Alfred Neven DuMont. „Aber in diese Situation, und da gibt es kein Hinwegschauen, hat sich mein Sohn begeben.“ Dazu wolle er „nichts weiter sagen“, festzuhalten sei aber, „dass alle Äußerungen, die nach außen gedrungen sind, sofern sie auch wirklich von Konstantin Neven DuMont stammen, auf ihn zurückgehen und nicht die Meinung des Unternehmens wiedergeben“. Dass er gesundheitlich angeschlagen sei, wie Konstantin Neven DuMont in der „Bild“ sagte, wies Alfred Neven DuMont zurück und machte in der „Depesche“ deutlich, dass er keineswegs seinem Sohn so schnell wie gefordert weichen wolle: „Nicht ohne Humor möchte ich abschließend feststellen, dass Sie mich noch eine Zeit lang ertragen müssen.“ sop

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