Lokal-TV : Neuer Investor für TV Berlin gefunden

30.01.2013 00:00 Uhrvon

Der insolvente Lokalsender TV Berlin ist vorläufig gerettet. Der neue Gesellschafter will zusätzlich zum deutschen Basisprogramm türkische und russische Themen integrieren.

Der insolvente Lokalsender TV Berlin ist vorläufig gerettet. Der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) hat am Dienstag beschlossen, dem Unternehmen Godd Media Broadcasting die Sendeerlaubnis für die Fortführung von TV Berlin zu erteilen. Die bisherigen Gesellschafter, darunter die Axel Springer AG, hatten im Oktober 2012 Insolvenz angemeldet, weil die Einnahmen aus der Werbung die Kosten des Sendebetriebes nicht mehr gedeckt hatten.
„Der Medienrat eröffnet mit der Fortführung die Chance auf Erhalt und Ausbau der Arbeitsplätze und des Vielfaltsbeitrages eines lokalen Fernsehprogramms für Berlin“, sagte Jutta Limbach, die Vorsitzende des Medienrats.

An Godd Media sind zu je zur Hälfte Seyhan Yigit und Medet Bozkurt beteiligt. Das Berliner Unternehmen, das bislang vorwiegend als Werbevermarkter tätig war, hat mit dem Insolvenzverwalter von TV Berlin einen Vertrag über die Übernahme des Betriebs und der bisherigen Mitarbeiter geschlossen. Zuletzt war Godd Media als einziger Interessent übrig geblieben.
An dem Konzept eines Lokalsenders soll festgehalten werden. Neben dem deutschen Basisprogramm plant Godd Media zudem die Integration von Themen für türkisch- und russischstämmige Mitbürger – was die Vermarktung entsprechender Werbung fördern könnte. Ein Teil des Programms soll zudem an Shopping-Sender vergeben werden.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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