Nach Anschlag auf Haus von Til Schweiger : Randalierer schicken Bekennerschreiben

Auf das Hamburger Haus von Til Schweiger ist ein Anschlag verübt worden - die Täter warfen Farbbeutel und zündeten das Auto von Schweigers Freundin an. Nun ist ein Bekennerschreiben eingegangen, in dem die Randalierer ihre Motive darlegen.

Til Schweiger nachdenklich
Auf das Haus von Til Schweiger wurde ein Farbbeutel-Anschlag verübt.Foto: dpa

Auf das Haus von „Tatort“-Star Til Schweiger in Hamburg ist nach Informationen des Radiosenders NDR 90,3 ein Anschlag verübt worden. Unbekannte Täter zündeten demnach in der Nacht zu Montag das Auto von Schweigers Freundin an und schleuderten sechs große weiße Farbbeutel gegen das Haus des Schauspielers, wie der Sender NDR 90,3 am Montag berichtete.

Nun ist zu der Tat ein Bekennerschreiben bei der Hamburger Morgenpost aufgetaucht: Wie die "Mopo" schreibt, will die Gruppe "die Tatortverunreiniger_innen" den Anschlag verübt haben. Sie stören sich an Schweigers Film "Schutzengel", der in den Augen der Täter den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan verherrlicht. Die "Opfer der deutschen Truppen", wie jene Zivilisten die 2009 bei einem Luftangriff in der Nähe von Kundus ums Leben kamen, fänden in der Produktion und in den Äußerungen des Schauspielers keine Erwähnung. Deshalb habe man nach der Ausstrahlung des Tatorts "Willkommen in Hamburg" das Anwesen heimgesucht.

Der TV-Kommissar und seine Freundin sind nach NDR-Informationen zur Tatzeit nicht anwesend gewesen. Ein Passant habe gegen 3.00 Uhr Polizei und Feuerwehr alarmiert, berichtete der Sender weiter. Ein Bekennerschreiben hätten die Ermittler nicht gefunden.

Die Polizei bestätigte auf dpa-Nachfrage einen Anschlag auf ein Haus in den Elbvororten, wollte sich aber nicht zur Identität des Hausbewohners äußern. Von Til Schweigers Seite war zunächst kein Statement zu erhalten. (mit dpa,fiem)

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