Nach MDR-Debakel : „LVZ“-Chefredakteur geht nach Brüssel

Bei der Wahl zum MDR-Intendanten ist Bernd Hilder durchgefallen, jetzt wechselt der Chefredakteur der "Leipziger Volkszeitung" nach Brüssel. Über seinen Nachfolger wird spekuliert.

Nach seiner gescheiterten Wahl zum Intendanten des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) verlässt Bernd Hilder nun auch seinen Posten als Chefredakteur der „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ). Der 52-Jährige soll künftig das Brüsseler Korrespondentenbüro der Mediengruppe Madsack leiten, zu der die LVZ gehört, wie der Verlag am Dienstag in Hannover mitteilte. Ein Nachfolger sei noch nicht benannt worden. Ein Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach der jetzige Chefredakteur des LVZ-Ablegers „Dresdner Neueste Nachrichten“, Dirk Birgel, die Führung übernehmen soll, wurden von einer Sprecherin der Verlagsruppe dementiert.

Im September war Hilder als Nachfolger für den mittlerweile ausgeschiedenen MDR-Intendanten Udo Reiter nominiert worden. Bei der nachfolgenden Abstimmung im Rundfunkrat des Senders scheiterte der Journalist jedoch deutlich an der nötigen Zweidrittel-Mehrheit. Die Wahl war von Vorwürfen der mangelnden Staatsferne überschattet, da Hilder als Favorit der CDU-geführten sächsischen Staatskanzlei galt. Seit Anfang November führt die frühere MDR-Justiziarin Karola Wille den Sender. Tsp/epd

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