Nach "Welt"-Rauswurf : Günther Lachmann arbeitet nun für AfD

Der ehemalige "Welt"-Redakteur Günther Lachmann, der für die AfD ein Manifest verfassen wollte, soll nun für Björn Höcke in Thüringen die strategische Kommunikation der Landtagsfraktion verantworten.

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Den "Thüringer Weg" sucht die AfD-Fraktion in Erfurt.
Den "Thüringer Weg" sucht die AfD-Fraktion in Erfurt.Foto: dpa

„Herzlich Willkommen, Günther Lachmann!“, so begrüßt Björn Höcke, der Fraktionschef der AfD im Thüringer Landtag, den ehemaligen Mitarbeiter der Tageszeitung „Die Welt“. Lachmann wird für die rechtspopulistische Partei den Bereich strategische Kommunikation verantworten, bestätigte die Fraktion am Montag in Erfurt.
Günther Lachmann war im Februar von der „Welt“ entlassen worden, weil er sich der AfD als Berater angedient haben sollte. Dies hatte der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende Marcus Pretzell behauptet. „Welt“-Chefredakteur Stefan Aust sah in Lachmanns Verhalten einen „groben Verstoß gegen journalistische Grundsätze“.

Lachmann zog gegen die Kündigung vors Arbeitsgericht, die juristische Auseinandersetzung endete mit einem Vergleich. Lachmann konnte nicht nachgewiesen werden, dass er sich gegen Geld als Berater angeboten habe, allerdings wurde ihm angekreidet, dass er seinem Arbeitgeber nicht zeitnah über die Annäherung an die AfD und sein Angebot zum Verfassen eines „Manifests“ informiert habe.

"Privilegierter Zugang an Informationen"

Höcke will mit Lachmanns Hilfe den „Thüringer Weg“ beschreiten, wie er auf Facebook anlässlich der Einstellung des Ex-„Welt“-Journalisten schreibt. „Alternative Politik braucht alternative Medienstrategien“, heißt es dort weiter: „So ist etwa der Aufbau eines alternativen Medienverbundes mit privilegiertem Zugang an Informationen zu forcieren“. sag

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