Neue ProSieben-Show: "Fashion Hero" : Claudia Schiffer macht auf Heidi Klum

Nicht Models, sondern Designer sucht Claudia Schiffer in ihrer neuen ProSieben-Castingshow „Fashion Hero". Doch hat das unterkühlt wirkende Model das Zeug zur Entertainerin?

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Suchen den "Fashion Hero": Claudia Schiffer (M.) ist die Chefin der Castingjury, unterstützt wird sie von PR-Expertin Uta Huesch und Stylist Sascha Lilic.
Suchen den "Fashion Hero": Claudia Schiffer (M.) ist die Chefin der Castingjury, unterstützt wird sie von PR-Expertin Uta Huesch...Foto: ProSieben

Im Gegensatz zu Claudia Schiffer war Heidi Klum nie das Topmodel, das für namhafte Designer in Paris über die Laufstege schwebte. Trotzdem ist es Klum gelungen, sich seit ihrem Durchbruch als Bikini-Model auf dem Cover des Magazins „Sport’s Illustrated“ zur millionenschweren Weltmarke zu entwickeln. Vor allem in den USA wird sie dafür geliebt, wie sie ihr „Made in Germany“ zelebriert: Sie schwärmt von Sauerkrautsuppe, jodelt in Talkshows und ja, sie heißt tatsächlich Heidi. Die 40-Jährige ist ein Marketingenie, das nicht nur für Mode- und Kosmetik wirbt, sondern auch Erfolg als Fernsehmoderatorin hat. Und darin will ihr Claudia Schiffer, 43, jetzt nacheifern.

Die Sendung ist ein Abklatsch von Klums "Project Runway"

„Fashion Hero“ heißt die Show, in der Schiffer mittwochs auf ProSieben zu sehen ist – ein Abklatsch von Heidi Klums US-Sendung „Project Runway“. Statt Models werden Designer gecastet. Jede Woche müssen die Kandidaten Entwürfe anfertigen und sie in einer Modenschau vor drei professionellen Einkäufern von Modehäusern präsentieren. Die besten Stücke kommen noch in der Nacht nach der Ausstrahlung in den Handel – sicher, Product Placement ist nichts Neues im Fernsehen, aber bei „Fashion Hero“ wird das Konzept perfektioniert: Eine Verkaufssendung, getarnt als Castingshow.

Die Einkäufer arbeiten für einen britischen Onlineversand, eine große deutsche Kaufhauskette und einen deutschen Modehersteller. „Die Einkäufer beurteilen die Qualität und Tragbarkeit der Designs und geben im besten Fall ein Angebot ab“, erläutert ein Sendersprecher. „Bei mehreren Interessenten gibt es einen Bieterwettstreit – das höchste Gebot bekommt den Zuschlag.“ Der „Fashion Hero“ gewinnt am Ende eine eigene Mode-Kollektion in allen drei Modehäusern im Wert von 1,5 Millionen Euro. Zu den Anwärtern gehört beispielsweise Marcel Ostertag, der bei der Berliner Fashion Week bereits 2008 mit dem „New Generation Award“ ausgezeichnet worden und sicher kein unbedarftes Talent ist. Das wäre auch eher problematisch, denn während die Teilnehmerinnen bei „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM) gerne noch über den Laufsteg stolpern dürfen, müssen die Designer bei „Fashion Hero“ ihr Handwerk so gut beherrschen, dass ihre Teile für die Massenproduktion taugen.

Claudia Schiffer ist die Chefin in der Jury

Warum aber macht Schiffer nun auf Klum, wo sie sich nach ihrem Karriereende als Topmodel eher zurückgezogen hat? „Ich hatte so viel Glück in meiner Karriere“, teilt Schiffer über ProSieben mit. „Jetzt möchte ich einfach den jungen Designern, die wahnsinnig viel Talent haben, helfen und sie unterstützen.“ Schiffer ist Chefin der Auswahljury und wird unterstützt von Stylist Sascha Lilic und PR-Expertin Uta Huesch. Moderiert wird die Fashionshow von Steven Gätjen.

Hat sie das Zeug zur Entertainerin?

Doch um mit einer solchen Sendung erfolgreich zu sein, reicht Erfahrung in der Modebranche nicht allein. Das haben 2012 die Models Eva Padberg und Karolina Kurkova gezeigt, die mit einer Kopie von Heidi Klums „Germany’s Next Topmodel“ auf Vox scheiterten. Nun muss Claudia Schiffer beweisen, dass sie nicht nur die unterkühlt wirkende Schönheit geben, sondern auch eine Entertainerin sein kann – ihre Konkurrenz muss Heidi Klum dennoch kaum fürchten. Im kommenden Jahr wird sie mit ihrer ProSieben-Show „Germany’s Next Topmodel“ trotz zuletzt sinkender Einschaltquoten in die neunte Staffel gehen. Und für ihr „Project Runway“ hat sie gerade erst den Emmy gewonnen, der als wichtigster US-amerikanischer TV-Preis gilt. Den Verlierer in der US-Castingshow verabschiedet Heidi Klum am Ende übrigens immer auf Deutsch – mit „Auf Wiedersehen“. Und das hört sich dann fast so gut an wie ihr Jodeln. Sonja Álvarez

„Fashion Hero“, ProSieben,

Mittwoch, 20 Uhr 15

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