Neuer Streamingdienst Sky online : House of Thrones

Probemonat und Wochenfristen statt Jahresabo: Sky bemüht sich mit einem neuen Angebot um den flexiblen Serienjunkie. Nur etwas ärgert Android-Nutzer bei den Sky-Angeboten weiterhin.

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Jetzt auch im reinen Streamingangebot: „The Walking Dead“ auf Sky.
Jetzt auch im reinen Streamingangebot: „The Walking Dead“ auf Sky.Foto: picture alliance / dpa

Wer sich serienmäßig über Zombies auf dem Laufenden halten will, kommt an Sky nicht vorbei. Die sechste Staffel von „Walking Dead“, eine der beliebtesten TV-Serien weltweit, läuft via Fox-Kanal auf dem Pay-TV-Sender. Andererseits fallen einem beim Thema Serienstreaming zunächst einmal Namen wie Netflix, Amazon Prime Instant Video (neuerdings mit Prime Music), Watchever und Maxdome ein.

Kaum eine Woche ohne Neuigkeiten aus diesem Bereich. Die Möglichkeit, online, legal und werbefrei einen Filme- und Serienstream in bester Qualität zu genießen, hat das herkömmliche Fernsehen verändert und für ein verändertes Machtverhältnis auf dem Serienmarkt gesorgt. Der flexible Kunde, der Serienjunkie ist König, mit Neigung zum Probemonat und monatlicher Kündigungsfrist. Dem trägt jetzt auch Sky Rechnung und peppt seine Produktpalette streamingtechnisch auf.

Sky Online soll, so ein Sky-Sprecher, die „Premiuminhalte“ von Sky flexibel an den Mann bringen, mit einem eigenständigen Streamingservice mit monatlicher Laufzeit. Für 9 Euro 99 im Monat gibt es Serien wie „Game of Thrones“, „True Detective“, „The Walking Dead“ und „House of Cards“ exklusiv, Filmfans haben für 14,99 Euro im Monat eine Option auf die neuesten Filme. Wer darüber hinaus auch ohne festes Abo nicht ganz auf Bundesliga- oder Champions-League-Fußball verzichten will, kann sich für 14,99 Euro ein „Supersport-Tagesticket“ holen.

Ein technisches Problem bleibt

Das ist bemerkenswert. Sky, ehemals Premiere, ist groß geworden mit dem exklusiven Fußballangebot sowie dem klassischen Abonnentenmodell. Folgt jetzt ein Strategiewechsel? Immerhin kommt Sky auf insgesamt 7,37 Millionen bezahlte Abonnentenprodukte im ersten Quartal – dazu gehören eben nicht nur klassische Abos, HD-Premium, sondern auch Streamingangebote und die Zweitkarte. Auf Ein- beziehungsweise Zwei-Jahres-Verträge will der Sender, bei aller Serienleidenschaft und Flexibilität, aber auch in Zukunft nicht verzichten.

Das klassische Abomodell wachse kontinuierlich, so der Sky-Sprecher, „zum ersten Quartal 2015 verzeichneten wir 4,37 Millionen Kunden“. Es gebe aber auch eine Zielgruppe, die flexibel bleiben möchte und Filme und Serien über das Internet sehen will. „Unsere Kunden haben also die freie Wahl, entweder über das klassische Abo oder über den flexiblen Zugang Sky Online.“

Genug Inhalte also. Ein technisches Problem bleibt aber, welches viele Android-Smartphone-Nutzer schon lange ärgert. Stichwort Kompatibilität und Flexibilität. Die Sky-Go-App, mit der Bundeliga- und Champions-League-Fußball oder Serien wie „Walking Dead“ auch mobil gesehen werden können, ist via Playstore weiter nicht auf allen Smartphones downzuloaden.

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