Niiu 2.0 : Neuer Anlauf, viel Filter, kein Papier

Aus 23 Publikationen kann man sich mit Niiu seine individuelle Tageszeitung zusammenstellen lassen. Auf Papier war dieses Projekt gescheitert, nun startet Niiu als App.

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Die „niiu“-App. News vom Lieblingverein oder Regionalteile des Wohnorts. Foto: Promo
Die „niiu“-App. News vom Lieblingverein oder Regionalteile des Wohnorts. Foto: Promo

Was ist für mich relevant? Wer filtert für mich all die Informationen eines Tages? Welchen Teil einer Zeitung brauche ich, welchen eher nicht? Sich aus einer Vielzahl von Zeitungen, Fachzeitschriften, Online-Portalen und Quellen die Lieblingsartikel aussuchen lassen – die Idee eines persönlichen Nachrichtenfilters ist nicht ganz neu und angesichts sinkender Zeitungsverkäufe weiterhin evident. Vor vier Jahren versuchten es Hendrik Tiedemann und Wanja S. Oberhof schon einmal mit einer Art individuellen Tageszeitung. Damals scheiterte das Printprojekt. Am 2. April soll „niiu“ als App wiederauferstehen. Nutzer können sich künftig aus 23 Publikationen ihre digitale Lieblingszeitung zusammenstellen.

Dazu haben die „niiu“-Macher Lizenzverträge mit den Content-Partnern geschlossen. Abonnieren lässt sich der Dienst nach einem kostenlosen Sieben-Tage-Test ab zehn Euro pro Monat. Ein Halbjahres-Abonnement der iOS-App kostet 64,99 Euro. Verfügt der Nutzer zeitweise nicht über eine Internetverbindung, beispielsweise im Flugzeug, lassen sich die Inhalte auch im Offline-Modus lesen. Das Konzept hat sich nicht geändert. Die Abonnenten suchen sich Nachrichten, die sie relevant finden, aus 23 Publikationen zusammen: Neues vom Lieblingsverein, Regionalteile von Zeitungen, Wirtschaftsnachrichten aus der Fachpresse. Die App merkt sich die Präferenzen und erstellt täglich einen individualisierten Nachrichtenüberblick. Zum Start-Angebot zählen unter anderem der Tagesspiegel, „Berliner Morgenpost“, „Bild“, „Neue Zürcher Zeitung“, „Neues Deutschland“, „Grazia“ und „Mac Welt“. meh

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