Novum : „Bild“-Story für Nannen-Preis nominiert

06.03.2012 00:00 Uhrvon

Mit der Recherche zum Privat-Kredit von Christian Wulff gehören erstmals Reporter von Springers Boulevard-Blatt zu den Nominierten für den Nannen-Preis.

Bundespräsidenten-Affäre und kein Ende: Mit der Geschichte „Wirbel um Privat-Kredit – Hat Wulff das Parlament getäuscht?“ der Reporter Nikolaus Harbusch und Martin Heidemanns hat es erstmals eine „Bild“-Recherche unter die Nominierten des Henri-Nannen-Preises gebracht. In der Kategorie Investigation wurden außerdem Hans Leyendecker, Klaus Ott und Nicolas Richter („Süddeutsche Zeitung“: „Die Formel-1-Affäre“) sowie Holger Stark und Thomas Wiegold vom „Spiegel“ („Leos für die Saudis / Merkels Geheimnis“) ausgewählt. Am Vorabend der Preisverleihung, die am 11. Mai im Hamburger Schauspielhaus stattfindet, wird die Jury unter den jeweils drei Nominierten in fünf Kategorien die Preisträger auswählen.

Weiter nominiert sind unter anderem: Beate Lakotta („Spiegel“), Stefan Willeke („Die Zeit“) und Jennifer Wilton („Welt am Sonntag“) in der Kategorie Reportage/Egon-Erwin-Kisch-Preis, Niklas Maak („FAS.“), Undine Zimmer („Zeit Magazin“) und Miriam Meckel („Spiegel“) in der Kategorie Essay sowie in der Kategorie Dokumentation ein zwölfköpfiges „Spiegel“-Team, Christoph Kucklick („Geo“) und Wolfgang Uchatius („Die Zeit“).

Viel „Zeit“, viel „Spiegel“ also unter den Kandidaten für einen Henri-Nannen-Preis. Und eben erstmals die „Bild“-Zeitung. Wie man hört, soll die Nominierung der „Bild“-Wulff-Story in der Vorjury kaum Gegenstand einer streitbaren Diskussion gewesen sein. Über die Auswahlkriterien der finalen zwölfköpfigen Text-Jury (darunter „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und „stern“-Chef Thomas Osterkorn) wird vom Verlag keine Auskunft erteilt. Der „stern“ und der Verlag Gruner & Jahr vergeben den mit 35 000 Euro dotierten Henri-Nannen-Preis zum achten Mal. Dieses Jahr wird kein Sonderpeis für eine überragende journalistische Leistung außerhalb des Wettbewerbs verliehen. meh

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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