On- und Offline : „Tagesschau“-App für Grimme Online Award nominiert

09.05.2012 00:00 Uhrvon

25 Angebote aus rund 1900 Vorschlägen sind für die Auszeichnung des Grimme-Instituts ausgewählt worden. Erstmals durften in diesem Jahr Apps eingereicht werden. Doch nicht nur diese sind in die engere Auswahl gekommen.

Für die ARD dürfte diese Nachricht ein Triumph sein. Die von den Verlegern heftig kritisierte „Tagesschau“-App ist für den Grimme Online Award nominiert worden, wie das Grimme-Institut am Dienstag in Düsseldorf bekannt gab. Erstmals konnten in diesem Jahr Apps für den Preis vorgeschlagen werden. Neben dem Angebot der „Tagesschau“ überzeugte auch die App der „Frankfurter Rundschau“.

Insgesamt sind rund 1900 Online-Angebote in den Kategorien Information, Wissen und Bildung, Kultur und Unterhaltung sowie Spezial für den Award eingereicht worden, 25 haben es in die Endrunde geschafft.

Besonders auffällig sei in diesem Jahr, dass bei den Angeboten die Grenzen zwischen den Netzwelten und den Wirklichkeitsräumen zunehmend verschwänden, sagte Uwe Kammann, der Direktor des Grimme-Instituts.

Ebenso wie frühere Trennlinien zwischen Online- und Offline-Medien: „Das Netz bietet in seinen besten Beispielen eine hochproduktive Erweiterung aller Bereiche der Lebens- und Medienwirklichkeiten“, sagte Kammann. Als beispielhaft für diese Entwicklung benannte die Nominierungskommission das Audiokunstwerk „Memory Loops“, das mittels Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München führt.

In den Kategorien Information sowie Wissen und Bildung wurden Seiten ausgewählt, die sich mit historisch und gesellschaftspolitisch relevanten Themen befassen. Dazu zählten etwa das Online Magazin „klimaretter.info“ über Energiepolitik und den Klimawandel oder das Blog „Zukunft Mobilität“. Zu den ausgewählten Porträt- und Interviewprojekten gehört „140 Sekunden“ von Tim Klimeš, der auch für den Tagesspiegel schreibt. Darin werden Geschichten und die Köpfe hinter interessanten oder rätselhaften Twitter-Nachrichten gezeigt.

Als „interessante Autoren-Persönlichkeiten“ kamen Sascha Lobo mit seiner „Mensch-Maschine“-Kolumne bei Spiegel Online und die Journalistin Meike Winnemuth mit ihrem Reiselogbuch „Vor mir die Welt“ in die Endauswahl. Die Gewinner in den einzelnen Kategorien werden am 20. Juni in Köln ausgezeichnet. Über den Publikumspreis können Internet-Nutzer abstimmen. sop

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Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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