Quizduell : "Quizduell" funktioniert - mit App

Deutschland hat 13:16 verloren: Aber das "Quizduell" ist an Tag Acht bei sich angekommen. Am Mittwoch funktionierte die ARD-Show mit Jörg Pilawa erstmals mit App. Vorerst.

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Jörg Pilawa
Jörg PilawaFoto: ARD/Uwe Ernst

„Wir sind App!“ Am Mittwoch hatte sich Jörg Pilawa wohl das wichtigste T-Shirt seines Lebens angezogen. Der Moderator war fest davon überzeugt, dass „wir es heute schaffen“: Interaktives Fernsehen. Ganz Deutschland kann mitspielen. Die erste Quizshow vom Sofa oder aus der S-Bahn weg, mithilfe von Smartphone-Nutzern, die sich am Gelingen der Show beteiligen. „Heute klappt es. Sagt die IT-Beauftragte.“ Sagte der ARD-Moderator um 18 Uhr. Und es lief. Es lief tatsächlich. 17 Millionen User in Deutschland, die sich ein Smartphone-App zum „Quizduell“ heruntergeladen haben, konnten mitspielen, so wie es schon für Montag vergangener Woche vorgesehen war.


In der Praxis sah das noch etwas gewöhnungsbedürftig aus. Die vier Studiokandidaten absolvierten ihre erste Frage-und-Antwort-Runde. Dann war Deutschland dran. Fotos von registrierten Nutzern wurden an der Studiowand gezeigt, alles datenschutztechnisch unbedenklich, die Spieler hatten vorher eingewilligt. Alle warteten nun auf die ersten Ergebnisse von draußen. Die Frage: Welche Forschungseinrichtung betreibt die deutschen Polarstationen?
Sekunden vergingen. Für den sichtlich aufgeregten Pilawa und die ARD-IT ein Gefühl wie bei der ersten Mondlandung. Ein Jubelschrei des Moderators, „Ja, wir sind App! Sensationell!“ 21. Mai 2014, 18 Uhr 09 – Deutschland hatte via Smartphone endlich so abgestimmt, dass es für die neue ARD-Show registrierbar war. Eine Combo marschierte ins Studio, spielte Fanfare.

Auf die richtige erste Antwort kam es dann gar nicht mehr so an. Studiokandidaten und Deutschland lagen richtig: Alfred-Wegener-Institut die Lösung. Am liebsten hätte Pilawa jetzt Tschüss gesagt. Geht ja auch nicht. Der Rest der Wissensrunden lief wie geplant, samt charmanter Außenschalte nach Hamburg zu Linda Zervakis und „Quizduell“-Spielern an die sonnenüberflutete Elbe. Die App hielt. Am Ende hat das Studio 16:13 gegen Deutschland gewonnen.


Aber das war sekundär. Das „Quizduell“ ist an Tag Acht bei sich angekommen. Vorerst.

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