Relaunch des Medienbranchendienstes : Aus turi2 wird turi3

Ab Montag gibt es nicht mehr "turi2", sondern "turi3". Der Branchendienst will Twitter ähnlich werden - mit neuer Website. Und ohne "Ego-Blähungen".

von
Preview: Ab Montag sieht die neue Turi-Seite so aus.
Preview: Ab Montag sieht die neue Turi-Seite so aus.Screenshot: TSP

Konzepte mit der Zahl 3 zu versehen, um sie sexy zu machen, steht in der Medienbranche gerade nicht zwingend unter einem guten Stern: Man denke nur an das Hamburger Hickhack um „Spiegel 3.0“. Peter Turi, Erfinder, Chef und Namensgeber des Medienbranchendienstes „turi2“, traut sich – Zahlenorakel hin oder her – jetzt trotzdem. Ab kommenden Montag will der 53-Jährige seine Newsletter sowie die etwas statische Website relaunchen. Die neue Netzpräsenz soll zu einer Live-Website aufgewertet werden und vor allem kompatibel für mobile Endgeräte sein. Künftig soll die Seite wie ein Newsstream funktionieren; vom Tempo her Twitter nicht unähnlich, aber ohne die„Redundanzen und Ego-Blähungen“ des Microbloggingdienstes, wie Turi verspricht. Mit „turi3“ werde man stattdessen „den Newsstream der Branche liefern – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr“. Damit alles reibungslos klappt, soll die Website in einem reduzierten Design erscheinen. Die Steuerleiste im Seitenkopf wurde komplett verworfen, Werbung wird künftig direkt in den Stream eingebettet. Der Relaunch erfolge jedoch nicht aufgrund der starken Konkurrenz durch andere Branchendienste wie „Kress Report“ oder „Meedia“. „Damit sind wir nicht verleichbar. Wir wollen durch den Relaunch vor allem schneller werden“, so Turi zum Tagesspiegel.

Der Newsletter, den Turi bisher zweimal täglich an über 25 000 Abonnenten verschickt, werde durch die Konzentration auf die Website nicht vernachlässigt. Er werde aber auch nicht häufiger erscheinen als bisher: „Will jemand zehnmal am Tag Post von ,turi3‘ kriegen? Ich glaube nicht“, so Turi. Für Newsjunkies werde es ab Montag eben die rundum erneuerte Website geben: „Wir wissen, dass viele Medienmacher ihr Smartphone checken, bevor sie die Augen zumachen – und sobald sie sie wieder aufmachen. Dann werden wir liefern“.

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben