Rheinland-Pfalz : "Elefantenrunde" im SWR findet statt - mit sechs Parteien

SWR-Appell an die Parteien hat gefruchtet: SPD, CDU, Grüne, FDP, Die Linke und AfD treffen sich zur "Elefantenrunde".

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Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz wird für Malu Dreyer (beide SPD) in der "Elefantenrunde" sitzen.
Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz wird für Malu Dreyer (beide SPD) in der "Elefantenrunde" sitzen.Foto: dpa

Der Südwestrundfunk wird am 10. März 2016 im SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz eine Diskussionsrunde mit den Parteien CDU, SPD, Grüne, FDP, Die Linke und AfD senden. "Nach dem entsprechenden Appell des SWR hat die SPD zugesagt, dass sie sich an einer solchen Elefantenrunde der Parteien beteiligt, denen eine realistische Chance zum Einzug in den Landtag zugerechnet wird", heißt es in einer Pressemitteilung des Senders. Die bislang getroffenen Konditionierungen verschiedener Parteien in Rheinland-Pfalz seien damit hinfällig.

Der Sender zieht aus der Übereinkunft den Schluss, dass der SWR damit sein ursprüngliches journalistisches Konzept in Rheinland-Pfalz umsetzen könne. Der SWR hatte laut eigener Aussage von Anfang an geplant, drei Tage vor der Wahl im SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz eine Gesprächsrunde zu senden, an der alle relevanten Parteien teilnehmen sollten. "Da sowohl die Grünen als auch die SPD in Rheinland-Pfalz dem neuerlichen Appell des Senders gefolgt sind, sich diesem politischen Diskurs zu stellen und damit auch die Absage der CDU hinfällig ist, macht eine solche „Elefantenrunde“ nun journalistisch wieder Sinn."

Hier könnten alle politisch relevanten Positionen ausgetauscht und diskutiert werden, so dass Zuschauerinnen und Zuschauer sich ein umfassendes Bild machen und eine eigene Meinung bilden können.

Für SPD-Ministerpräsidentin Dreyer kommt Landesvorsitzender Lewentz

SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer wollte mit der AfD nicht an einem Studiotisch sitzen, die CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner wollte nicht an einer Dreierrunde aus CDU, SPD und Grünen teilnehmen. Dreyer wird bei ihrer Haltung bleiben, an ihrer Stelle wird nun Roger Lewentz erwartet, Landesvorsitzender der rheinland-pfälzischen SPD und Innenminister.

SWR-Intendant Peter Boudgoust sagte zu dem Ergebnis, "zur Demokratie gehört es, sich mit allen relevanten Meinungen auseinanderzusetzen. Deshalb sind wir froh, dass die von Anfang an präferierte ,Elefantenrunde' nach unserem Appell nun doch stattfinden kann." Damit sei auch klar: "Der SWR macht das Programm, und niemand anders." Ein umfassender politischer Diskurs sei damit ermöglicht. Das ist nach Boudgousts Worten gut für die Zuschauer und gut für die Demokratie.“

Auch in Baden-Württemberg hat der SWR in der vergangenen Woche an alle Spitzenkandidaten appelliert, sich einer politischen Diskussion mit den aussichtsreichen Parteien zu stellen. Hier stehen die Rückmeldungen über eine Teilnahme noch aus. Sobald diese vorliegen, wird der SWR seine finale Planung auch für das SWR Fernsehen Baden-Württemberg veröffentlichen.

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