Schweigen ist Silber, Reden ist Gold : Günther Jauch talkt weiter

Der NDR und der Moderator stehen vor der Vertragsverlängerung. Die Zahl der Talkshows wird reduziert, nicht aber die Bezahlung.

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Prost! Günther Jauch darf demnächst auf seine Vertragsverlängerungen anstoßen, weniger Sendungen fürs gleiche Geld.
Prost! Günther Jauch darf demnächst auf seine Vertragsverlängerungen anstoßen, weniger Sendungen fürs gleiche Geld.Foto: dpa

Die Talkshow-Verträge mit Sandra Maischberger, Frank Plasberg und Anne Will haben die verantwortlichen ARD-Sender bereits bis Ende 2015 verlängert. Fehlt noch Günther Jauch, der von den Zuschauerzahlen her erfolgreichste Talkmaster im Ersten. Daraus muss keinerlei Sorge über ein etwaiges Ende der Sendung am Sonntag abgeleitet werden. Martin Gartzke, Sprecher des Norddeutschen Rundfunks (NDR), teilte dem Tagesspiegel mit, „wir freuen uns, dass wir mit Günther Jauch einig über die Fortsetzung unserer erfolgreichen Zusammenarbeit“ sind. Der gegenwärtige Vertrag mit I + U TV – das ist die Produktionsfirma von Günther Jauch – laufe noch bis Mitte 2014. Sender und Talkmaster lägen also bei der beabsichtigten Verlängerung im ganz normalen zeitlichen Ablauf. Gartzke verwies darauf, dass der NDR-Rundfunkrat dem neuen Vertrag noch zustimmen müsse. „Uns liegen jedoch keine Hinweise vor, dass es dort oder anderswo Einwände in Bezug auf das Vertragsvolumen oder andere Punkte geben könnte.“ Der NDR ginge von einer insgesamt einvernehmlichen Verlängerung des Vertrags zu „Günther Jauch“ aus.

Vereinbart werden sollen 43 Regelsendungen der Talkshow. Wie genau sich diese Anzahl auf das zweite Halbjahr 2014 und das Jahr 2015 verteilt, ist offen. Analog zu den anderen ARD-Talks wird es aufs Jahr gerechnet weniger Sendungen als bisher geben.

Ob diese Reduktion zu einer Verringerung des finanziellen Aufwands führt, dazu wollte sich der NDR nicht äußern. Insider sagen, dass die Verlängerung zu den bisherigen Konditionen erfolgen wird. Jauch muss mit keinen Einbußen rechnen. Nach der zuletzt bekanntgewordenen Zahl bekommt seine Produktionsfirma pro Staffel 10,5 Millionen Euro aus ARD-Kassen überwiesen. Jede Sendeminute „Günther Jauch“ kostet 4487 Euro. Unstrittig, dass Jauch Quoten- und Einnahmekrösus bleibt. Joachim Huber

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