Smartphones bei Kindern und Jugendlichen : Immer früher, länger und mobiler

Die Generation Z ist die erste, die vom Kindesalter an mit digitalen Technologien aufwächst. Selbst Achtjährige sind am Smartphone "always on", wie eine Studie festgestellt hat.

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Anfangs sind es die Smartphones der Eltern, spätestens im Alter von zwölf Jahren gehören die Internet-Handys zur Grundausstattung der Kinder.
Anfangs sind es die Smartphones der Eltern, spätestens im Alter von zwölf Jahren gehören die Internet-Handys zur Grundausstattung...Foto: dpa

Emojis und Video-Schnipsel sind das neue Telefonieren und YouTube-Stars die größten Idole: Kinder und Jugendliche in Deutschland sind immer früher, immer länger und immer mobiler im Netz unterwegs. Das Smartphone ist immer dabei. Selbst bei den Sechs- bis Siebenjährigen gehört das Internet für beinahe jeden Zweiten (48 Prozent) zumindest zum gelegentlichen Medienkonsum. Bei den Acht- bis Neunjährigen sind es bereits über 81 Prozent, die täglich 43 Minuten das Internet nutzen – dreimal länger als vor drei Jahren. Einen eigenen Fernseher haben dagegen nur noch 32 Prozent (2014: 41 Prozent) und auch der Schreibtischcomputer (46 Prozent) und das Notebook (49 Prozent) verlieren an Bedeutung.

"Always on" - egal wann und wo

„Extra ins Internet ,zu gehen‘ ist den Kindern von heute völlig fremd, sie sind ,always on‘ – egal wo und egal wann“, fasste Bitkom-Vizepräsident Achim Berg die Studie zusammen, für die 926 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren befragt wurden. „Die Generation Y ist in die entstehende digitale Welt reingewachsen. Die Generation Z ist nun die erste Altersgruppe, die vom Kindesalter an mit digitalen Technologien aufwächst.“

Mehr als jeder Zweite sagt, dass er sich ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen kann. Allerdings ist das Smartphone in jeder vierten Familie offenbar auch Grund zu Diskussionen und Streit, weil es zu viel genutzt wird. Deutlich öfter als noch vor drei Jahren verfügen Kinder und Jugendliche über ein eigenes Smartphone. Dies trifft auf zwei Drittel der Zehn- bis Elfjährigen (2014: 50 Prozent) zu, ab zwölf Jahren gehört das Gerät quasi zur Standardausstattung. Das Smartphone wird als mobiler Alleskönner eingesetzt. 88 Prozent nutzen es zum Telefonieren, es folgen Musik hören (83 Prozent), Messenger (82 Prozent), Kamera und Internet (je 78 Prozent) sowie andere Anwendungen (61 Prozent). sag

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