Soft-Opening : Desperado des Vorabends

„Gottschalk Live“ startet bei Facebook und Twitter. Doch ohne persönliches Grußwort des Moderators oder andere exklusive Einblicke zum Sendestart am 23. Januar bleibt das Interesse der Nutzer gering.

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Bekannter Stil, aber neuer Sender und neues Format: Thomas Gottschalk moderiert vom 23. Januar an viermal wöchentlich "Gottschalk Live".
Bekannter Stil, aber neuer Sender und neues Format: Thomas Gottschalk moderiert vom 23. Januar an viermal wöchentlich "Gottschalk...Foto: dpa

Wenn irgendwann einmal die genialsten ersten Worte eines neuen Twitter-Accounts oder einer frisch an den Start gegangenen Facebook-Seite gefeiert werden, dann sind die Social-Media-Aktivitäten von Thomas Gottschalks neuer ARD-Tagesshow sicher nicht dabei. „Noch 20 Tage bis zum Start von ,Gottschalk Live‘: Am 23. Januar um 19.20 Uhr geht's los! Ab sofort erfahrt Ihr hier alles rund um die neue ARD-Show“ – mit diesen wenig originellen Sätzen startete die neue Vorabendsendung am Donnerstag vorab im Internet. Kein Grußwort des Moderators, keine exklusiven Einblicke, keine Themen oder Thesen. Dabei enthält das Soft-Opening im Internet alle nötigen Elemente: Per Twitter-Account @gottschalklive wird auf die Facebook-Seite der neuen Sendung verwiesen. Auf einer zusätzlichen Webseite unter daserste.de werden das Studio im Berliner Humboldt Carré und die Redaktionssitzung per Bildergalerie gezeigt, zudem steht dort ein Video von der Pressekonferenz im Dezember. Dort hatte Gottschalk versprochen, die Zuschauer via Internet an der Sendung zu beteiligen.

Zu seiner künftigen Rolle hat sich Gottschalk diese Woche in der „TV Movie“ geäußert: „Ich sehe mich als Desperado, der der weitgehend spaßfreien Zone vor acht neues Leben einhaucht“, sagte der 61-Jährige der Programmzeitschrift. Smartphone und iPad sind für ihn längst Normalität, auch wenn er sich nicht als „cooler User“ sieht. „Seit mein Sohn Tristan Ultraschallbilder vom Babybauch seiner Frau auf Facebook veröffentlicht hat, bin ich nahezu täglich auf Social-Media-Plattformen unterwegs“, vertraute er der Programmzeitschrift an. Wenn solche Tweets und Posts auch auf den offiziellen Seiten von „Gottschalk live“ stehen, kommen vielleicht etwas mehr als 250 Twitter-Follower und 1000-Facebook-Likes zusammen. Die „Tatort“-Fanpage bei Facebook kommt übrigens auf knapp 484 000 Likes. Kurt Sagatz

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