Streit um Parteispot : Einer flog über die Europawahl

Das ZDF und die „Partei“ werden keine Freunde mehr. Der Sender weigert sich, Spot der "Partei" auszustrahlen. Der sei missbräuchliche Werbung für "Titanic".

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"Die Partei" wirbt anders, definitiv.
"Die Partei" wirbt anders, definitiv.Foto: dpa

Der Wahlwerbespot, der am Dienstag um 17 Uhr 05 im ZDF laufen soll, wird das Ergebnis der Europawahl voraussichtlich nicht beeinflussen. Im Fokus steht er trotzdem. Zu sehen ist Martin Sonneborn, Vorsitzender der „Partei“, bei einer Rede an potenzielle Wähler der Spaßpartei vorm Berliner Olympiastadion. Interessanter ist, was an der Stelle hätte ausgestrahlt werden sollen: ein Spot, in der vor allem das Cover der Satirezeitschrift „Titanic“ zu sehen ist, dazu Einlassungen zur Reputation von ZDF-Moderator Markus Lanz und einen Papst. Dem ZDF war das alles zu heftig. Es hatte am Freitag erklärt, es lehnte die Ausstrahlung ab, weil es sich inhaltlich nicht um Wahlwerbung für „Die Partei“ handele. Der Spot werde missbräuchlich dazu genutzt, Werbung für „Titanic“ zu machen. Der Spot wurde daraufhin verändert. Das ZDF hat aber auch diese überarbeitete Version abgelehnt.

Um einen Rechtsstreit mit dem ZDF zu vermeiden, sagte „Titanic“-Chefredakteur Tim Wolff am Montag, wird am Dienstag obiger Aufruf mit Martin Sonneborn vom 5. Mai wiederholt. Eine große Freundschaft der „Partei“ mit dem ZDF wird das nicht mehr. 2005 war Sonneborn in mehreren Wahlwerbespots zu sehen. Diese wurden von der „Partei“ im Vorfeld als „TV-Werbezeit im ZDF“ zur Versteigerung angeboten und enthielten Werbung für das Flugunternehmen Hapag-Lloyd Express. meh

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