Systemwechsel : Satellit beim TV-Empfang erstmals vorm Kabel

09.02.2012 11:13 Uhrvon
Satellitenschüsseln an einem Berliner Wohnblock. Foto: dapd
Satellitenschüsseln an einem Berliner Wohnblock. - Foto: dapd

Wenige Monate vor dem Ende der analogen Satellitenausstrahlung haben sich die Gewichte verschoben - zugunsten von Astra.

Erstmals sehen in Deutschland mehr Zuschauer ihre Programme über Satellit als über Kabel. Ende 2011 versorgten sich 17,5 Millionen TV-Haushalte über Satellit, knapp 900.000 mehr als im Jahr davor. Der Verbreitungsweg Kabel ging dagegen im selben Zeitraum um rund 900.000 Haushalte zurück. Damit sinkt die Reichweite des Kabelfernsehens auf 17,3 Millionen Haushalte. Die Zahlen basieren auf dem aktuellen „TV Monitor“ 2011, den das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag des Satellitenbetreibers Astra erstellt hat. Demnach hat auch das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T an Bedeutung verloren und kommt nach einem Minus von 180.000 auf eine Reichweite von 1,8 Millionen Haushalten.

Weiter zulegen kann dagegen das Fernsehen über Internet. IPTV überschreitet nach einem Wachstum um 330.000 mit 1,3 Millionen Haushalten im Erstempfang erstmals die Millionenmarke

Die Zahl der Satellitenhaushalte, die ihre Programme noch analog empfangen, ist von Ende 2010 bis Ende 2011 um 1,2 Millionen auf 1,8 Millionen gesunken. Die analoge Verbreitung des TV-Programms via Satellit endet am 30. April. Allerdings wissen die meisten Haushalte, dass sie handeln müssen: 85 Prozent kennen den Abschalttermin. Um danach weiter via Satellit fernzusehen, wird entweder ein Digitaldekoder oder ein TV-Gerät mit integriertem DVB-S-Receiver benötigt. Der Digitalisierungsgrad liegt aktuell beim Satellitenempfang bei 90 Prozent. Beim Kabelempfang stiegt die Quote auf 46 Prozent.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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