"Tatort"-Aus von Liefers und Prahl? : WDR wundert sich über Nebelkerze der "Bild"

Einem "Bild"-Bericht zufolge könnte die "Tatort"-Ära von Jan Josef Liefers und Axel Prahl als Münsteraner Kommissare absehbar enden. Beim zuständigen WDR ist man über diese Spekulationen überaus irritiert.

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Tatort ist nicht gleich Wohnort. Hier zeigen wir, wo die Schauspieler in Wirklichkeit leben. Zum Beispiel Münster: Axel Prahl ermittelt als Frak Thiel, Jan Josef Liefers spielt Karl-Friedrich Boerne. Beide leben in Berlin.
Tatort ist nicht gleich Wohnort. Hier zeigen wir, wo die Schauspieler in Wirklichkeit leben. Zum Beispiel Münster: Axel Prahl...Foto: ARD

Vor einiger Zeit hatte der Schauspieler Axel Prahl erklärt, dass die Zukunft des Münsteraner "Tatorts" an einige Bedingungen geknüpft sei. Eine davon war, dass das Ensemble, zu dem neben ihm als Kommissar Thiel und Jan Josef Liefers als Professor Boerne noch diverse andere Schauspieler und Figuren gehören, im Wesentlichen unverändert weitermacht. Im Boulevard wurde daraus ein erstes Anzeichen für ein kurz bevorstehendes Ende des beliebten Münster-"Tatorts", der regelmäßig weit über zehn Millionen Zuschauer erreicht.

"Machen unsere Tatort-Lieblinge Schluss?" fragt "Bild"

Welchen Anlass es dieses Mal gegeben hat, erneut das absehbare Aus für das Duo Thiel/Boerne zu vermuten, behält die "Bild"-Zeitung in ihrer Aufmachergeschichte von Dienstag zwar für sich. In dem Artikel steht nur, dass es in Produktionskreisen ernsthafte Zweifel daran gibt, dass Liefers und Prahl nach dem aktuellen noch einen weiteren Vertrag abschließen werden. Doch die Seite-1-Schlagzeile "Machen unsere Tatort-Lieblinge Schluss?" suggeriert eine andere Aussage.

Der für den Münster-"Tatort" zuständige ARD-Sender WDR gibt wie in solchen Fällen üblich keinerlei Auskünfte zu den Verträgen. Fest steht: Schauspieler wie Prahl und vor allem Liefers, die sich vor Angeboten kaum retten können, möchten gerne so flexibel wie möglich agieren können, um interessante Angebote auch kurzfristig annehmen zu können. Der Rahmenvertrag zwischen dem WDR und den beiden beliebten "Tatort"-Darstellern wurde jedenfalls gerade erst verlängert und erstreckt sich auf vier Folgen, von denen die letzte im Frühjahr 2017 ausgestrahlt wird. Alles andere sind Spekulationen, heißt es im WDR, der im "Bild"-Bericht vor allem eines sieht: Den Versuch, eine kleine Nebelkerze zu zünden. Dabei weiß auch der WDR, dass man etwas dafür tun muss, ein so erfolgreiches Team bei der Stange zu halten. An den Plänen für einen Kinofilm mit Kommissar Thiel und Leichendoktor Boerne werde festgehalten, heißt es entsprechend auch. „Die Absicht und der Wunsch besteht bei allen, es wird gerade am Drehbuch gearbeitet“, sagte eine WDR-Sprecherin am Dienstag.

Axel Prahl möchte in Ruhe arbeiten

Am Ende des "Bild"-Beitrages nimmt die Zeitung selbst gehörig Luft aus der Geschichte. "Da ist gerade einmal die Tinte unter den neuen Verträgen trocken. Und dann so eine Frage: Lass uns doch arbeiten", sagte Axel Prahl der Zeitung und ergänzt: "Letztes Jahr habe ich gesagt, dass wir noch maximal 25 Jahre "Tatort" Münster machen. Nach meiner Rechnung kommen da noch 24."

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