Überraschend : Gericht vertagt Urteil im Fall Doris Heinze auf Oktober

Nach mehreren neuen Beweisanträgen vertagte das Gericht die Entscheidung in der NDR-Drehbuchaffäre. Zuvor waren fünf der insgesamt 14 Verfahren eingestellt worden.

Das Urteil im Prozess um die Drehbuchaffäre beim NDR ist am Donnerstag überraschend vertagt worden. Das Hamburger Landgericht setzte einen weiteren Verhandlungstag zunächst für den 1. Oktober an, das Urteil wird nun erst für den 5. Oktober erwartet. Vorausgegangen waren der Entscheidung zahlreiche neue Beweisanträge der Verteidigung und ein überraschender Antrag der Staatsanwaltschaft auf Einstellung des Verfahrens in mehreren Punkten. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft folgend stellte die Große Strafkammer dann fünf von 14 Fälle gegen Doris Heinze und die beiden Mitangeklagten ein. Dabei ging es vor allem um die Vorwürfe der Untreue sowie den Vorwurf, dass Drehbücher doppelt verkauft worden seien. Die Vorwürfe der Bestechlichkeit, Bestechung und Vorteilsnahme erhält die Staatsanwaltschaft aber aufrecht. Nach der Einstellung der fünf Fälle kündigte die Verteidigung weitere Beweisanträge an. Die Drehbuchaffäre war vor drei Jahren aufgeflogen. Die 63-jährige Heinze soll dem NDR als Filmchefin jahrelang Drehbücher von sich und ihrem Mann unter Pseudonym untergeschoben haben. Heinze räumte ein Fehlverhalten ein. Bei einer Verurteilung droht ihr eine mehrjährige Haftstrafe. dapd

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