Verlängerung : ARD-Lotterie: Lierhaus bleibt Botschafterin

Die Empörung über ihr Honorar für "Ein Platz an der Sonne" war groß, laut Lotterie haben sich die Aufregungen inzwischen gelegt. Die Zusammenarbeit wird nun vierteljährlich besprochen.

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Groß war die öffentliche Empörung, als im Frühjahr 2011 das Honorar für Monica Lierhaus als Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ bekannt wurde. 450 000 Euro per annum, eine nie dementierte Summe. Ein Jahr später, sagte Lotterie-Sprecher Michael Pahl dem Tagesspiegel, „haben sich die Aufregungen gelegt“. Die Zusammenarbeit startete im März 2011, der Vertrag über Aufgaben und gemeinsame Ziele wurde davor abgeschlossen. Verabredungsgemäß wurde jetzt evaluiert: „Stand jetzt wird Monica Lierhaus auch weiter die Gewinnzahlen bekannt geben, Einrichtungen besuchen und für unsere Lotterie werben“, sagte Pahl.

In der Praxis läuft das so ab, dass wie zu Beginn einmal im Quartal über bevorstehende Aufgaben und die weitere Zusammenarbeit gesprochen werde, „um damit auch auf mögliche Veränderungen beim Gesundheitszustand von Monica Lierhaus reagieren zu können“. Laut Pahl bessere er sich „laufend und spürbar“. In einem „Zeit“-Artikel vom Februar 2012 hatte die frühere, seit einer Operation behinderte Sportjournalistin von dem Traum gesprochen, 2014 von der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien berichten zu können.

Die fortgesetzte Zusammenarbeit zwischen der Soziallotterie und ihrer Botschafterin basiert auf dem 2011 geschlossenen Vertrag, das betrifft auch die Honorarhöhe. Die 41-jährige Lierhaus hat jetzt ein Büro am Sitz der Einrichtung in Hamburg. Die Losverkäufe und damit die Ausschüttungen von „Ein Platz an der Sonne“ – 53 Millionen Euro waren das im vergangenen Jahr – sinken zwar weiter, das ist aber auf keinen Lierhaus-Effekt zurückzuführen, laut Einrichtung passiert das seit 2008. Die Lotterie führt das maßgeblich auf die Beschränkungen im Glücksspielstaatsvertrag zurück, nach denen die Fernsehlotterie beispielsweise über das Internet keine Lose verkaufen und dort auch nicht werben darf. Joachim Huber

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