Vertrag mit dem Fernsehsender : Wie RTL die Vierlings-Schwangerschaft vermarktet

RTL berichtet exklusiv über die Vierlings-Schwangerschaft der 65-jährigen Berlinerin Annegret R. Dafür bekommt sie eine Aufwandsentschädigung - und jede Menge Sendezeit.

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Annegret R. mit ihrem 13. Kind Leila im Jahr 2005.
Annegret R. mit ihrem 13. Kind Leila im Jahr 2005.Foto: David Heerde

Die Vierlings-Schwangerschaft von Annegret R. wird zum medialen Ereignis: In den kommenden Wochen will RTL die Aufnahmen über die gesamte Sendezeit verteilen. Wie RTL-Sprecher Matthias Bolhöfer erklärt, werde in News- und Magazinsendungen über die Schwangerschaft der 65-jährigen Berlinerin berichtet, darunter etwa in "Guten Morgen Deutschland", "Punkt 12", Exclusiv" und "RTL Extra". Dabei sollen auch medizinische und ethische Aspekte beleuchtet werden.

Eine RTL-Mitarbeiterin aus dem Hauptstadtstudio des Senders begleite die Entwicklungen bei Annegret R. und habe ein Vertrauensverhältnis zu ihr aufgebaut. Mit anderen Medien darf Annegret R. nicht sprechen, das ist vertraglich so vereinbart. Sprecher Bolhöfer bestätigte, dass es für Annegret R. einen "finanziellen Ausgleich, eine Aufwandsentschädigung" gebe. Die künstliche Befruchtung hat RTL laut Bolhöfer aber nicht bezahlt. Auch wird der Fernsehsender nach eigenen Angaben nicht beim eigentlichen Geburtsvorgang filmen. "Ganz sicher werden wir aber im Krankenhaus sein, um über die Entwicklung bestinformiert berichten zu können", sagte Bolhöfer. Der Wunsch nach einer exklusiven Medien-Vereinbarung mit RTL sei explizit von Annegret R. selbst gekommen.

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