Wahlen in Berlin : Es geht doch: n-tv bringt Duell mit Müller und Henkel

Am Montag treffen die beiden Berliner Spitzenkandidaten direkt aufeinander - SPD gegen CDU, bei n-tv. Indessen lief das erste RBB-Wahlhearing mit den großen Parteien. Und guten Quoten.

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Spitzenkandidaten für die Berliner Abgeordnetenhauswahl: Frank Henkel (CDU) und Michael Müller (SPD).
Spitzenkandidaten für die Berliner Abgeordnetenhauswahl: Frank Henkel (CDU) und Michael Müller (SPD).Foto: dpa

Nach dem Wahlhearing ist vor dem Wahlhearing. Am Donnerstag folgt beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) Teil Zwei der Politiker-Diskussion zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses am 18. September. Und das ist noch nicht alles. Während der RBB auf ein Wahl-Duell zwischen Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller und seinem CDU-Herausforderer Frank Henkel verzichtete, hat n-tv ein direktes Aufeinandertreffen angekündigt.

Wenige Tage vor der Wahl werden sich die Spitzenkandidaten von SPD und CDU doch noch duellieren, am Montag um 17 Uhr 10: „Showdown in Berlin - Der n-tv-Wahlgipfel“. Eine bemerkenswerte Sonderanstrengung des kleinen Senders der RTL-Gruppe. Die Fragen stellt die Politik-Korrespondentin Heike Boese.

Der RBB hatte sich vor wenigen Wochen dazu entschieden, kein TV-Duell zur Berliner Wahl ins Programm nehmen zu wollen. Da sei für diese Form keine journalistisch tragfähige Umsetzung, weil nach den aktuellen Zahlen vier Parteien gleichauf seien, sagte eine Sendersprecherin im Juli, nachdem der „Berlin Trend“ ergeben hatte, dass SPD, CDU, Linke und Grüne eng beisammen liegen. „Wer also einem ,Titelverteidiger’ gegenüberstehen soll, ist bei der jetzigen Konstellation nicht zu entscheiden. Duelle alle gegen alle wiederum würden zum Beispiel mindestens sieben Paarungen erfordern.“ Das führe offensichtlich nicht weit.

Das erste, 90-minütige Wahlhearing am Dienstagabend in der RBB-Primetime hatte einen Marktanteil von immerhin acht Prozent (100 000 Zuschauer), das liegt über Schnitt von 6,3 Prozent. Am Donnerstag haben die Vertreter der kleinen Parteien Gelegenheit im RBB zu erklären, was sie nach der Wahl am übernächsten Sonntag besser machen wollen. Die Live-Sendung wird von Sascha Hingst und Sabine Dahl moderiert.

„Parteien, Politiker, Positionen“, RBB, Donnerstag, 20 Uhr 15

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