WDR-Intendantenposten : 18 Bewerber für Piel-Posten

Nach dem Ende der Bewerbungsfrist wird die Findungskommission die geeigneten Kandidaten herausfiltern - oder eigene Vorschläge unterbreiten.

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Für die Nachfolge von Monika Piel als WDR-Intendantin sind beim Rundfunkrat des Senders 18 Bewerbungen eingegangen. Dies teilte die Vorsitzende des Gremiums, Ruth Hieronymi (CDU), nach Ablauf der Bewerbungsfrist gestern mit. In dieser Woche will die Findungskommission die Bewerbungen sichten und dem Rundfunkrat die Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen, die in die engere Auswahl kommen und zu einem Gespräch eingeladen werden sollen. Auch die Mitglieder des Rundfunkrats selbst können weitere Vorschläge unterbreiten. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, sagte Hieronymi. Bis spätestens zur Sommerpause soll die Nachfolge geregelt sein. Monika Piel, 61, die eigentlich für eine zweite Amtszeit bis 2019 wiedergewählt worden war, hatte Ende Januar überraschend ihren Rücktritt angekündigt und später gesundheitliche Gründe für ihre Entscheidung angegeben.

Von den 18 Bewerberinnen und Bewerbern hat sich bisher nur der beim familieneigenen Verlag kürzlich ausgeschiedene Konstantin Neven DuMont, 43, öffentlich erklärt. Hieronymi mochte dies nicht kommentieren. Kern des Anforderungsprofils seien Führung und Kommunikation, also die Fähigkeiten, den mit 4500 Mitarbeitern und einem Etat von 1,4 Milliarden Euro größten ARD-Sender zu führen und den öffentlich-rechtlichen Auftrag nach innen und außen zu vermitteln.

WDR-intern gelten Piels Stellvertreterin, die Justiziarin Eva-Maria Michel, 56, und Fernseh-Chefredakteur Jörg Schönenborn, 48, als mögliche Kandidaten. Beste Chancen könnte NDR-Intendant Lutz Marmor, 58, haben, der im WDR unter anderem als Verwaltungsdirektor tätig war. Er hat jedoch durchblicken lassen, dass er keine Rückkehr nach Köln plant. Dem Wunsch nach einer journalistisch kompetenten Führungskraft könnte Jan Metzger, 57, entsprechen. Der Intendant von Radio Bremen war zuvor unter anderem Leiter des ZDF-„Heute Journals“. Auch RBB-Programmdirektorin Claudia Nothelle, 49, und BR-Fernsehdirektorin Bettina Reitz, 50, werden als mögliche Kandidatinnen gehandelt. Thomas Gehringer

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