Wettbewerb : Berliner, mitgemacht

Das ZDF-„Morgenmagazin“ will Deutschen Fernsehpreis gewinnen. Dafür werden auch Werbezettel in Briefkästen geworfen.

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Mit Flyern wird in Berlin für das ZDF-„Morgenmagazin“ geworben.Foto: Tsp
Mit Flyern wird in Berlin für das ZDF-„Morgenmagazin“ geworben.Foto: Tsp

Wie geil wäre das denn. Wenn „moma“, das Morgenmagazin des ZDF, den Publikumspreis des Deutschen Fernsehpreises 2012 gewänne. „Moma – Das Erste am Morgen“ (ARD, „Punkt 6 /Punkt 9“ (RTL) und das „Sat 1 Frühstücksfernsehen“ sind die Mitbewerber um die Trophäe „Bestes Frühstücksfernsehen/Morgenmagazin“. Der Preisträger wird nicht von einer Jury ermittelt, sondern im Publikum per Telefon- und Online-Voting. Die Abstimmung geht bis 2. Oktober, dem Tag der Bekanntgabe aller Gewinner beim Fernsehpreis 2012. Begonnen hat die öffentliche Wahl am 10. September. Seitdem nutzen die Wettbewerber die eigenen Sendungen, um in mehr oder weniger ein- und aufdringlichen Beiträgen die Zuschauer von sich zu überzeugen.

Beim ZDF scheint der Ehrgeiz besonders groß zu sein. Am Montag wurden in Berlin-Mitte, so berichten Leser, Werbezettel für das „moma“ in Briefkästen geworfen. Das sei keine offizielle Aktion des ZDF, wie eine Sprecherin des Senders dem Tagesspiegel am Dienstag sagte, „das ist eine nicht abgesprochene Aktion eines Mitarbeiters“. Über den Umfang der Eigeninitiative gab es keine Angaben.

Im großen Publikum liefern sich die unterschiedlichen Frühmagazine einen engen Wettbewerb. Die sich wöchentlich abwechselnden Sendungen von ARD und ZDF erreichen bei ihrer Parallelausstrahlung in beiden Programmen aktuell 630 000 Zuschauer, das „Sat 1 Frühstücksfernsehen“ kommt im Schnitt auf 530 000 Seher, „Punkt 6“ von RTL hält bei 470 000 Zuschauern.

Ebenfalls am Dienstag wurden die Nominierungen in den übrigen Preiskategorien bekannt. Um die „Beste Schauspielerin“ gehen sechs Kandidatinnen ins Rennen: Barbara Auer und Ina Weisse (ARD, „Ende einer Nacht“), Silke Bodenbender (ZDF, „Das unsichtbare Mädchen“), Sibylle Canonica (ARD; „Tatort: Borowski und die Frau am Fenster“), Anja Kling (Sat 1, „Hannah Mangold & Lucy Palm“), Ulrike C. Tscharre (ARD, „Lösegeld“).

Bei der „Besten Information“ wurde ZDF-Talkerin Maybrit Illner gemeinsam mit „Stern TV“ ( RTL) und der Phoenix-Sendung „Der Tag“ nominiert. Die ARD-Reihe „Der Tatortreiniger“ wurde sogar in zwei Kategorien – „Beste Serie“ und Bjarne Mädel als „Bester Schauspieler“ – benannt. Auch „Joko & Klaas“ können für ihr Pro7-Duell-um-die -Welt auf einen Obelisken hoffen. Joachim Huber

www.deutscher-fernsehpreis.de

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