• Witwe von Eberhard Feik bestreitet Stasi-Tätigkeit: "Wir waren nicht 007 und Mata Hari"

Witwe von Eberhard Feik bestreitet Stasi-Tätigkeit : "Wir waren nicht 007 und Mata Hari"

An der Seite von Götz George genoss der 1994 gestorbene Schauspieler Eberhard Feik in den Schimanski-"Tatorten" Kultstatus. Die gegen ihn und seine Frau jetzt erhobenen Stasi-Vorwürfe bezeichnete seine Witwe als absurd.

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Die "Tatort"-Kommissare Thanner (Eberhard Feik) und Schimanski (Götz George) gehören nach wie vor zu den beliebtesten Ermittlern der ARD-Reihe.
Die "Tatort"-Kommissare Thanner (Eberhard Feik) und Schimanski (Götz George) gehören nach wie vor zu den beliebtesten Ermittlern...Foto: Imago

Der Schauspieler Eberhard Feik, der vor allem in seiner Rolle als „Tatort“-Kommissar Christian Thanner an der Seite von Schimanski-Darsteller Götz George bekannt geworden war, soll nach Recherchen des „Zeit Magazins“ zusammen mit seiner Ehefrau intensive Kontakte zur DDR-Staatsicherheit gehabt haben. Feik, der 1994 im Alter von 50 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben ist, und seine Ehefrau Anneli waren demnach zwischen 1977 und 1984 bei der Stasi-Auslandsabeilung HVA als Inoffizielle Mitarbeiter registriert.

Die Witwe hat eine frühere Stasi-Mitarbeit des Paares von sich gewiesen. „Das ist so absurd, da muss ich lachen“, sagte Annelie Feik der Deutschen Presse-Agentur. „Wir waren nicht 007 und Mata Hari“, sagte die in Baden-Württemberg lebende Feik der dpa. Einen Anwerbeversuch während eines DDR-Verwandtenbesuchs im Harz hätten sie 1984 abgelehnt und nach ihrer Rückkehr nach Westdeutschland dem Verfassungsschutz gemeldet, erklärte die 70-Jährige.

Die genauen Tätigkeiten lassen sich nicht rekonstruieren, schreibt das "Zeit Magazin"

Welche Tätigkeiten das Ehepaar Feik für den DDR-Auslandsgeheimdienst ausgeübt haben, ließ sich nach Angaben des Magazins nicht rekonstruieren. Der Umfang der Akten, die aus drei Bänden bestanden, deuten auf intensive Kontakte hin. Da jedoch keine Informationslieferungen verzeichnet wurden, soll das Ehepaar niemanden bespitzelt haben.

Nach den Recherchen des Magazins wurde Eberhard Feik als Anlaufstelle erfasst, über die Informationen zu oder von Inoffiziellen Mitarbeitern liefen. Seine Frau wurde als „IM mit besonderen Aufgaben“ kategorisiert. Solche Mitarbeiter dienten dazu, Informationen in der Bundesrepublik zu lancieren. Der Kontakt zur Stasi begann, als das Ehepaar Mitte der 1970er Jahre in West-Berlin lebte. Eberhard Feik gehörte damals dem Ensemble der Schaubühne am Halleschen Ufer an, Anneli Feik-Wagner studierte an der Filmakademie dffb. sag

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