ZDF-Krimi "Nachtschicht" : Ein letzter neuer Film mit Maja Maranow

Der ZDF-Krimi „Nachtschicht – Der letzte Job“ ist zugleich der letzte zuvor noch nicht gezeigte Film mit Maja Maranow.

Getrennte Seiten: Kommissarin Lisa Brenner (Barbara Auer, r.) muss einen Mord aufklären. Heimleiterin Olga König (Maja Maranow) stellt sich vor die Flüchtlinge.
Getrennte Seiten: Kommissarin Lisa Brenner (Barbara Auer, r.) muss einen Mord aufklären. Heimleiterin Olga König (Maja Maranow)...Foto: ZDF und Andreas Schlieter

„Eine Leiche ist etwas, woran ich mich nie gewöhnen werde“, sagt Kommissarin Lisa Brenner (Barbara Auer) ganz zu Anfang der neuen „Nachtschicht“-Folge „Der letzte Job“. Sie hat einen mehrfach vorbestraften Gewalttäter erschossen und muss sich vor der Internen Revision der Polizei verantworten. „Eine Routine-Angelegenheit“, sagt einer der Kollegen, doch schnell wird klar, hier geht es um ihre berufliche Zukunft.

„Der letzte Job“ ist zugleich der letzte neue Film mit Maja Maranow, die vor drei Wochen im Alter von 54 Jahren gestorben ist. In der Gastrolle spielt sie die Leiterin einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Aber wie es der Zufall so will – oder besser das Buch von Lars Becker, der zugleich Regie führte – ist ihre Olga König mit Kommissarin Brenner befreundet. Die durchaus dubiose Heimleiterin hat einen entscheidenden Anteil am Fortgang der Handlung.

Der Fall geht Lisa Brenner an die Nieren

Die Dreharbeiten fanden Anfang 2015 statt. Im Mittelpunkt steht Lisa Brenner, der dieser Fall gehörig an die Nieren geht. An der polnischen Grenze hält ein Polizist einen Transporter wegen überhöhter Geschwindigkeit an und wird erschossen. Wie sich herausstellt, wurden mit dem Fahrzeug Flüchtlinge transportiert. Die Spur führt Lisa Brenner zur Aufnahmeeinrichtung ihrer Freundin. Vor Ort vernimmt die Kommissarin die junge Syrerin Odile Bakri (Pegah Ferydoni), die mehr weiß als sie sich zuzugeben traut.

Einen Tag später will Brenner erneut mit ihr sprechen, doch da ist die junge Frau verschwunden. Als die Syrerin tot gefunden wird, fühlt sich Brenner für das Schicksal der jungen Mutter verantwortlich. Doch hat sie darum wirklich Selbstjustiz verübt und den Mann ohne Not erschossen, wie ihr vorgeworfen wird?

Lars Becker geht es indes nicht nur um Krimi-Unterhaltung. Seine „Nachtschicht“ ist zugleich Bildungsfernsehen, in dem der Zuschauer erfährt, wie Schleuser sogar daraus Profit schlagen können, wenn eine Frau zur Witwe wird. Oder wie Spannungen in einem Flüchtlingsheim eskalieren können, wenn Christen und Muslime am falschen Tag die Küche benutzen.

„Nachtschicht – Der letzte Job“, ZDF, Montag, 20 Uhr 15

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