BER und Mehdorn : Schall und Rauch

Er bleibt seinem Ruf treu, berechenbar unberechenbar zu sein. Und wehe dem, der sich Hartmut Mehdorn in den Weg stellt! Der BER-Vorstandschef lässt nicht locker, Tegel länger offen zu lassen, wofür er stets neue Argumente findet. Nun also die Sanierung der BER-Nordbahn, geplant 2017/2018, für die Tegel unbedingt noch benötigt werde. Mal dahingestellt, ob das vernünftig wäre – oder juristisch unmöglich: Er stellt sich offen gegen seine Aktionäre, nämlich die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und den Bund. Nachdem Berlin in Aufruhr versetzt wurde, folgt gleich noch Brandenburg, weil Mehdorn den BER-Schallschutz verschlechtern will. Und das, nachdem der Flughafen jahrelang die Anwohner mit rechtswidrigen Billig-Bewilligungen betrogen hat, ehe die Gerichte einschritten. Auch diese Vorgeschichte erklärt das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes, das etwas zu strikt sein mag. Aber wird Mehdorn nicht gestoppt, drohen jahrelange Verfahren, neue Prozesse, wird zur BER-Eröffnung 2015 immer noch kein Haus adäquaten Lärmschutz haben. Das kann nicht im Interesse des Flughafens sein. Und wer alle verprellt, riskiert selbst eine Bruchlandung. thm

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