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DAS BUCH IST DAS BELIEBTESTE GESCHENK : Wie der Löffel, der Hammer oder die Schere

28.12.2011 00:00 Uhrvon
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Foto: Spiekermann-Klaas

Laut einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland verschenkten 32, 5 Prozent der Bundesbürger Bücher zu Weihnachten, abgeschlagen auf den Plätzen landeten Parfum (20 Prozent), Spielzeug (18,1 Prozent) und Gutscheine (17, 6 Prozent) - da können die Apples, Amazons und Weltbilds noch so sehr mit ihren E-Book- und E-Reader-Umsatzzuwächsen prahlen.

Vermutlich können Sie die Frage beim Blick unter Ihren Weihnachtsbaum oder in Ihren Geschenkkorb ganz leicht beantworten: Was ist dieses Jahr das beliebteste Weihnachtsgeschenk gewesen? Ein Buch natürlich, was sonst? Laut einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland verschenkten 32, 5 Prozent der Bundesbürger Bücher zu Weihnachten, abgeschlagen auf den Plätzen landeten Parfum (20 Prozent), Spielzeug (18,1 Prozent) und Gutscheine (17, 6 Prozent).

Das Buch also, das analoge natürlich, einfach unschlagbar! Da können die Apples, Amazons und Weltbilds noch so sehr mit ihren E-Book- und E-Reader-Umsatzzuwächsen prahlen, gegen den Klassiker, das auf Papier gedruckte und gebundene Buch, dürften sie zumindest zu Weihnachten noch auf viele Jahre hinaus keine Chance haben.

Aber wie auch: Seit weit über fünfhundert Jahren gibt es das Buch schon, sein Betriebssystem hat sich bewährt. Es ist letztendlich eine Erfindung, bei der es sich, um mit dem manischen Bücherliebhaber Umberto Eco zu sprechen, wie mit dem Löffel, dem Hammer, dem Rad oder der Schere verhält: „Sind diese Dinge einmal erfunden, lässt sich Besseres nicht mehr machen … Es ist nicht abzusehen, wie man zum selben Zweck etwas Besseres schaffen könnte als eben das Buch.“

Man kann es anfassen, befühlen und spüren, mit in die Badewanne nehmen, Kaffee- und Marmeladeflecken draufmachen und darin herumkritzeln, in die Hosentasche stecken, verprummeln und verlieren, sammeln, verleihen oder wegschmeißen, sich an seiner Ausstattung und seinem Umschlag erfreuen. Und man benötigt keine Batterien oder Strom, um ein analoges Buch zu lesen. Was zum Teufel (oder Kindle, iPad etc.) braucht es da elektronische Bücher?

Nein, das wollen wir hier nicht schon wieder erörtern, zumal uns ja 1000 als E-Book verkaufte oder verschenkte Eugen Ruges lieber sind als 1000 als herkömmliches Buch verkaufte oder verschenkte Kerstin Giers (eben, auf den Inhalt kommt es an!). Und sicher ist, wie es Hanser-Chef Michael Krüger gerade in einem „FAZ“-Interview gesagt hat, dass in den nächsten Jahren in der Buchbranche „kein Stein mehr auf dem anderen bleibt“. Genauso sicher aber ist auch, dass das Buch als Weihnachtsgeschenk in den nächsten Jahren nicht leicht zu toppen ist. Liegt gut in der Hand, ist einigermaßen preisgünstig, zeugt von Liebe und Intellekt, sieht nach etwas aus, lässt sich schön einpacken … Gerrit Bartels

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