Ehefrauen in der Politik : Clooney, Merkel und Co: Bloß weg vom Mann!

Der Hollywoodstar und Frauenschwarm George Clooney hat einen Herzenswunsch, einmal die Rolle der Angela Merkel zu spielen. Aber auch andere Damen zieht es in die Politik.

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George Clooney Foto: Reuters
George ClooneyFoto: Reuters

Man kann wohl stark davon ausgehen, dass alles Natur ist, was bei unserer Kanzlerin wogt. Insofern wird sie in die derzeitige Rückrufaktion schadhafter Implantate eher nicht involviert sein. Und dennoch könnten Implantate im Zusammenhang mit Angela Merkel noch von Bedeutung werden. Dann nämlich, wenn George Clooney seine Traumrolle angetragen wird. Wenn er sich aussuchen dürfe, welches politische Oberhaupt er mal spielen wolle, dann, so erklärte der Star aus Hollywood einer Frauenzeitschrift, würde er Angela Merkel wählen. Wenn dann in der Verfilmung von Angela Merkel ihr Besuch von Bayreuth in Szene kommt, braucht es schon Implantate im XXL-Format. Warum Clooney diesen Herzenswunsch hat, sollen Psychologen errätseln, er selber hat eine schlichte, aber einleuchtende Erklärung: „Ich wollte immer gerne eine kleine deutsche Frau sein.“ Weder das eine noch das andere ist in Erfüllung gegangen, Clooney ist Amerikaner geworden und, zumindest dem Augenschein nach, ein Mann. Keine Ahnung, ob er als Frau die Schauspielerei gelassen hätte und in die Politik gegangen wäre.

Die Frau in der Politik ist schon länger schwer im Kommen, nun aber geballt, in Form einer Art politischen Ehegattensplittings. Das hat es zumindest in Deutschland noch nie gegeben, dass die Gattinnen von vormals Mächtigen nun ebenfalls an die Macht drängen. Doris Schröder-Köpf, Gattin des Gerhard Schröder, vormals Kanzler, hat dergleichen am Montag zunächst für den Bereich Niedersachsen angekündigt. Michelle Müntefering, Gattin des Franz Müntefering, vormals Vizekanzler, zog Dienstag nach und bewarb sich für den Wahlkreis Herne/Bochum II, von wo aus sie gleich in den Bundestag durchlaufen möchte. Warum? Neben den üblichen hehren Motiven des Gestaltens von Gesellschaft und Engagement für diese, könnte der feminine Vorstoß eine Antwort auf die amtierende politische Kaste sein. Getreu dem auf die eingangs erwähnte Kanzlerin gemünzten Motto von Kanzler Schröder („Die kann das nicht!“) könnten sich Frau Schröder- Köpf und Frau Müntefering die politische Landschaft angeschaut haben und zum Schluss gekommen sein, dass die es nicht können, sie aber besser. Es könnte natürlich auch sein, dass die Gründe wie im Falle von Heinrich Lohse gelagert sind. Lohse, der Vorruheständler in Pappa ante portas, der seiner Frau zu Hause dermaßen auf die Nerven geht, dass sie in die Arbeit flieht.

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