Meinung : Willkommenskultur

„Wie Bürger vierter Klasse“ vom 5. März

Den Artikel von Markus Langenstrass fand ich ausgezeichnet. Er berichtet aus einer Perspektive, die den meisten Diskutanten beim Thema Integration völlig unbekannt ist. Auch ich habe einmal meinen ghanaischen Freund zur Ausländerbehörde begleitet. Dieses Erlebnis wird mir in Erinnerung bleiben. Der Kontakt mit dem Sachbearbeiter gestaltete sich als äußerst schwierig, zum einen, weil keine Anforderung aus unserer Sicht plausibel begründet wurde bzw. der Laie mit angeführten Paragrafen erst einmal nichts anfangen kann, und zum Zweiten, weil der Sachbearbeiter einen Sprachfehler hatte, so dass ich ihn als Muttersprachler nur mit großer Mühe verstehen konnte. Die Beschwerde bei der Vorgesetzten wurde arrogant abgeschmettert. Ein Lebenstag, den man eigentlich gerne ausblenden möchte. Frau John ist immer wieder erfrischend, da sie die Dinge beim Namen nennt.

Helga Senden, Berlin-Tempelhof

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