Casdorffs Agenda : Israels vorbildliche Demokratie

Ausschutzsitzungen werden live online übertragen, im Parlament herrscht Transparenz, Ausschüsse sind offen für Bürger, Fragen sind erwünscht. Alles besser als im deutschen Parlament?

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu im Knesset, dem israelischen Parlament in Jerusalem.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu im Knesset, dem israelischen Parlament in Jerusalem.Foto: AFP

Da sage noch einer, Israel sei keine vorbildliche Demokratie. In der Knesset, dem Parlament, herrscht eine Transparenz, die man sich nur wünschen kann. Für alle sichtbar gemacht wird per Computer auf einer Leinwand, welcher der 120 Abgeordneten gerade im Haus ist. Die aktuellen Mehrheitsverhältnisse sind aufgezeigt, das Abstimmungsverhalten jedes Parlamentariers ist abzulesen.

Ausschusssitzungen werden bis auf wenige Ausnahmen - zu Sicherheitsfragen - live online übertragen. Ausschüsse sind offen für Bürger. Wer sich beim Sekretariat angemeldet hat, kann teilnehmen. Und nach Vorankündigung auch Fragen stellen. Stellt sich die Frage, wann das alles auch im deutschen Parlament Wirklichkeit wird.

Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff ist zur Zeit zu politischen Gesprächen und einem Seminar von Yad Vashem in Israel. Vom heutigen Dienstag an schreibt er diese Woche in seiner Agenda über Themen, die das Land bewegen. Weiteres zu dem Seminar können Sie auch unter dem Hashtag #shalom17 auf Twitter erfahren.

Casdorffs Agenda erscheint jeden Morgen in der Morgenlage, dem Newsletter für Politik- und Wirtschaftsentscheider, den sie hier kostenlos abonnieren können.

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