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Früherer Bundeskanzler : Totenmesse für Helmut Kohl nun auch in Berlin

Auf Wunsch vieler Bundestagsabgeordneter wird es am kommenden Dienstag in der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale eine Messe für Helmut Kohl geben. Beigesetzt wird Kohl in Speyer.

Bestatter tragen einen Sarg aus dem Haus der verstorbenen Bundeskanzlers Helmut Kohl. Foto: dpa/Thomas Frey
Bestatter tragen einen Sarg aus dem Haus der verstorbenen Bundeskanzlers Helmut Kohl.Foto: dpa/Thomas Frey

Zahlreiche Bundestagsabgeordnete werden kommenden Dienstag (27. Juni) an einer Totenmesse für den gestorbenen Altkanzler Helmut Kohl in Berlin teilnehmen. In einem Brief an die Parlamentsmitglieder schrieb Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) am Donnerstag: „Viele Kolleginnen und Kollegen haben das Bedürfnis, auch hier in Berlin, in der Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschlands und am Sitz des Deutschen Bundestages, dem Helmut Kohl von 1976 bis 2002 angehörte, an ihn zu erinnern und seiner zu gedenken.“

Dem Vernehmen nach ist die Totenmesse in der St. Hedwigs-Kathedrale in Berlin auf Einladung von Prälat Karl Jüsten mit Kohls Witwe, Maike Kohl-Richter, abgestimmt. Nach Kauders Worten wird die deutsche Wiedervereinigung und das vereinte Europa immer mit dem Namen Kohl verbunden bleiben. Am vorigen Freitag war Kohl, der 16 Jahre Kanzler und 25 Jahre CDU-Vorsitzender war, im Alter von 87 Jahren gestorben.

Der Sarg Kohls wurde am Donnerstag aus dem Haus in Ludwigshafen abgeholt. Wohin der Sarg dann gebracht wurde, war zunächst unklar. Ein europäischer Trauerakt ist für den 1. Juli geplant, Kohl soll anschließend auf einem Friedhof in Speyer beigesetzt werden.

Für den Nachlass von Helmut Kohl wird nach Angaben des Anwalts Stephan Holthoff-Pförtner eine eigene Stiftung gegründet. Näheres dazu werde aber vor der Beerdigung des Altkanzlers nicht mitgeteilt. (dpa)

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