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Koalition nach der Bundestagswahl 2013 : Gregor Gysi fordert "Riesenruck" von der SPD, um Rot-Rot-Grün möglich zu machen

Eine rot-rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl? Bisher müssen immer noch alle Partner einer Hochzeit zustimmen. Gregor Gysi, Bundestagsfraktionschef der Linken, fordert von der SPD, sich einen Ruck zu geben.

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Gregor Gysi beklagt die immer neuen Ausreden der SPD gegen eine Koalition mit der Linken.
Gregor Gysi beklagt die immer neuen Ausreden der SPD gegen eine Koalition mit der Linken.Foto: dpa

Der Bundestagsfraktionschef der Linken, Gregor Gysi, hat die SPD aufgefordert, über einen Wechsel zu Rot-Rot-Grün nachzudenken. "Die SPD braucht einen Riesenruck", sagte er im Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag". Wenn es nach der Wahl eine große Koalition gebe, werde die SPD irgendwann endlich bemerken, dass sie seit der Agenda 2010 nur abbaue. "Vielleicht wächst dann bei den Sozialdemokraten die Bereitschaft, die machtpolitischen Realitäten in diesem Lande ernst zu nehmen und über einen Wechsel zu Rot-Rot-Grün nachzudenken", sagte Gysi.  

Die SPD suche immer nach Ausreden gegen eine Koalition mit der Linken

Inhaltlich gehe es immer um die Frage, ob die SPD auf der Gegenseite bleibe oder nicht. "Im Grundsatz geht es darum, ob sie mit uns sozialer anfangen oder mit Union und FDP herumzappeln will", sagte Gysi. "Bisher ist die SPD leider einfach zu pfeifig – zumindest noch." Den Vorwurf, die Linke sei ein unzuverlässiger Koalitionspartner, wies Gysi zurück. "Die SPD sucht immer eine neue Ausrede", sagte er. "Wenn es darauf ankäme, wären wir disziplinierter als die SPD". Eine Tolerierung lehnte Gysi ab. Wechselnde Mehrheiten wären verantwortungslos, sagte er. "Es widerspricht dem gegebenen Demokratieverständnis."

Das vollständige Interview mit Gregor Gysi lesen Sie am Sonntag in der gedruckten Ausgabe des Tagesspiegels. Oder ab 19.30 Uhr am Sonnabend über unsere Apps.

 

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