Nach Steinmeier-Intervention : Auch DGB-Chef warnt vor Rassismus

AfD-Spitzenkandidat Gauland will die SPD-Politikerin Özoguz in der Türkei "entsorgen". DGB-Chef Hoffmann warnt vor den Folgen von Rassismus für den Wirtschaftsstandort.

Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), warnt vor den Folgen des Rassismus.
Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), warnt vor den Folgen des Rassismus.Foto: dpa

In der Debatte um rassistische Äußerungen führender AfD-Politiker hat DGB-Chef Reiner Hoffmann die Intervention von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begrüßt. „Rassismus und Worte aus den unseligsten Zeiten deutscher Geschichte destabilisieren die Gesellschaft und gefährden den Erfolg des Wirtschaftsstandorts Deutschland“, sagte Hoffmann dem Tagesspiegel. Darauf habe der Bundespräsident zu Recht hingewiesen und Grenzen gesetzt. Steinmeier hatte sich in die Debatte um rassistische Äußerungen führender AfD-Politiker eingeschaltet. Deutschland erlebe derzeit "einen Tiefpunkt in der politischen Auseinandersetzung", hatte das Staatsoberhaupt gesagt, ohne die Partei direkt zu nennen. AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hatte zuvor davon gesprochen, die Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz (SPD) in der Türkei zu "entsorgen". Unterdessen forderte AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen Rechtsverstößen im Amt vor Gericht zu stellen. In der Euro-Rettungspolitik und in der Flüchtlingskrise habe Merkel „gegen geltendes deutsches und europäisches Recht verstoßen“ sagte Weidel. „Dafür sollte sie sich vor einem Richter verantworten müssen.“ Tsp

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