SIEBEN JAHRE DIK : SIEBEN JAHRE DIK

Die Deutsche Islamkonferenz (DIK)

tagte zum ersten Mal im September 2006, berufen vom damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), der damit einen „institutionellen Rahmen“ für den Dialog zwischen Deutschlands Muslimen und dem Staat schaffen wollte. Streit gab es von Anfang an sowohl um die Repräsentanz der Muslime als auch um die Themen der Konferenz: Bis heute ist die muslimische Seite durch Religionsgemeinschaften vertreten, aber auch durch die nicht religiöse Türkische Gemeinde Deutschland und einzelne Personen, die das Ministerium auswählt. Seit 2010 fehlen zwei der vier großen Verbände in der Konferenz. Schäubles Nachfolger Thomas de Maizière schloss damals den Islamrat wegen – später eingestellter – Ermittlungen gegen hohe Funktionäre aus, der Zentralrat der Muslime trat von sich aus aus. Man akzeptiere nicht, dass der Staat sich muslimische Ansprechpartner nach Gusto organisiere. Dauerstreitpunkt ist der Fokus auf

Sicherheits- statt Religionspolitik
der Konferenz (siehe Interview). Als Erfolge der DIK können die Etablierung von islamischer Theologie an Universitäten, die Einführung von regulärem islamischem Religionsunterricht und die größere Sichtbarkeit und Organisation muslimischen Lebens gelten. 2007 zum

Beispiel schlossen sich die vier großen

Verbände in einem Koordinationsrat

zusammen. Die Junge Islam Konferenz (JIK) ist ein Projekt der Stiftung Mercator und der Berliner Humboldt-Universität für Muslime und Nichtmuslime

zwischen 17 und 25 Jahren. ade

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