Trotz Unruhen wegen Mohammed-Film : Titanic will Islam-Ausgabe herausbringen

Währen Frankreich seine Botschaften abriegelt, legt in Deutschland die „Titanic“ nach: Mit einer Islam-Ausgabe will das Satiremagazin Ende September auf den Markt kommen.

Der Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic", Leo Fischer, verteidigt seine französischen Kollegen.
Der Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic", Leo Fischer, verteidigt seine französischen Kollegen.Foto: dapd

Das deutsche Magazin „Titanic“ will trotz der anhaltenden Protestwelle in der muslimischen Welt Ende September ebenfalls eine Islam-Ausgabe herausbringen.
Auf dem Entwurf des Titelblatts soll einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge Bettina Wulff in den Armen eines islamischen Kriegers mit Turban und Schwert zu sehen sein, der offenbar den Propheten Mohammed darstellen soll. „Der Westen in Aufruhr - Bettina Wulff dreht Mohammed-Film!“ soll die Schlagzeile lauten.

„Titanic“-Chefredakteur Leo Fischer verteidigte auch die in der französischen Satirezeitung „Charlie Hebdo“ erschienen Mohammed-Karikaturen und nannte sie eine richtige Reaktion auf die „wahnsinnigen Ausschreitungen“. „Satire darf und muss alles“, sagte Fischer. Den Vorwurf, mit derartigen Veröffentlichungen die Proteste noch anzuheizen, verstehe er nicht, sagte der Chefredakteur. "Dann darf man gar nicht darüber berichten", betonte er.

„Charlie Hebdo“ hatte am Mittwoch eine Reihe von Zeichnungen gedruckt, die sich auf „The Innocence of Muslims“ beziehen, jenen islamfeindlichen Schmähfilm, der zu weltweiter Gewalt und Protesten von Muslimen geführt hatte.

(dapd)

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