Zweiter Jahrestag von Pegida : Mehrere Tausend Pegida-Anhänger in Dresden unterwegs

Die fremden- und islamfeindliche Pegida-Bewegung feiert in Dresden ihren zweiten Geburtstag. Begleitet wird die Kundgebung von Gegendemonstranten.

Dresden, die Gründungsstadt der Pegida-Bewegung
Dresden, die Gründungsstadt der Pegida-BewegungFoto: dpa/Arno Burgi

Zwei Jahre nach dem Entstehen der fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bewegung haben am Sonntag Tausende Anhänger der Rechten in Dresden demonstriert. Die Kundgebung wurde von mehreren Gegendemonstrationen begleitet. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Nach Angaben der Polizei begannen die Veranstaltungen ohne Zwischenfälle. Der MDR berichtete von 5000 Teilnehmern. Die Beobachtergruppe "Durchgezählt" sprach bei Twitter von 6500 bis 8500 Pegida-Anhängern und rund 130 Teilnehmern einer studentischen Gegendemonstration.

Die Pegida-Demonstration fand nicht wie ursprünglich erwartet am Montag statt, weil die Stadt an dem Tag ein Bürgerfest unter dem Motto "Dresden zeig Dich!" organisiert und damit ein Zeichen gegen Pegida setzt. Die Polizei wird mit einem Großaufgebot im Einsatz sein.

Als Geburtsstunde der Pegida-Bewegung gilt ein "Abendspaziergang" am 20. Oktober 2014. In den folgenden Monaten nahmen immer wieder Tausende Menschen an den Kundgebungen teil. Zum einjährigen Bestehen von Pegida hatten 2015 etwa 15.000 bis 20.000 Anhänger der Bewegung demonstriert.

Zuletzt sorgten Pegida-Anhänger für Empörung, als sie am Einheitsfeiertag Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei den Festveranstaltungen in Dresden beschimpften. (mit AFP)

3 Kommentare

Neuester Kommentar