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0:5 in Darmstadt : Union muss erneut Torhüter tauschen und erlebt Debakel

Der 1. FC Union hat sich am Freitagabend beim Tabellen-Zweiten aus Darmstadt eine 0:5 (0:2)-Klatsche abgeholt. Der Berliner Zweitligist musste dabei erneut die Torhüter tauschen, da der erst kürzlich zur Nummer eins erkorene Mo Amsif Rot sah.

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Das Karussell dreht sich weiter. Nach der Roten Karte gegen Unions Torhüter Amsif (2. v. re.) kehrte Konkurrent Haas ins Tor der Berliner zurück.
Das Karussell dreht sich weiter. Nach der Roten Karte gegen Unions Torhüter Amsif (2. v. re.) kehrte Konkurrent Haas ins Tor der...Foto: Imago

Mit hängenden Köpfen schlichen die Spieler des 1. FC Union in Richtung Fanblock. Nach der 0:5 (0:2)-Niederlage bei Darmstadt 98 klatschten sie kurz ab und verschwanden schnell in der Kabine. Nach der höchsten Saison-Niederlage war der Frust groß bei den Köpenickern. „Ich habe es noch nie erlebt, dass fünf Standardsituationen zu fünf Toren führen“, ärgerte sich Unions Trainer Norbert Düwel. „Wenn man keine einzige Standardsituation verteidigen kann, wird es schwer, ein Spiel einigermaßen über die Bühne zu bringen. Wir haben in dieser Höhe verdient verloren.“

Düwel hatte seine Mannschaft gegenüber dem 0:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern auf zwei Positionen verändert. Für den Gelbgesperrten Kapitän Damir Kreilach spielte Toni Leistner überraschend neben Michael Parensen auf der Doppelsechs. Er sollte seine Kopfballstärke gegen die langen Bälle der vor der Partie seit 15 Spielen ungeschlagenen Darmstädter einbringen. Martin Kobylanski bekam im 4-2-3-1-System anstelle von Björn Jopek eine Chance im zentralen Mittelfeld. Doch die Rechnung ging insgesamt nicht auf. „Wir haben alles vermissen lassen, um in der Zweiten Liga etwas zu holen. Wir können uns nur bei jedem entschuldigen, der das gesehen hat“, sagte Parensen. „Wir haben nicht dagegen gehalten. Es ist nicht erklärbar. Es lag an der Einstellung, an allem, was wir gezeigt haben.“

Union-Keeper Mohamed Amsif sieht die Rote Karte

Pechvogel des Tages war vor 15 000 Zuschauer Union-Keeper Mohamed Amsif. Gegen das 1:0 von Leon Balogun konnte er nichts ausrichten. Doch Amsif verursachte nach einem viel zu schwachen Rückpass von Fabian Schönheim im Zweikampf mit Marco Sailer nicht nur einen Elfmeter. Der gerade erst zur Nummer eins erklärte Amsif flog nach einer Roten Karte auch noch vom Platz. Der ins Team beorderte Vertreter Daniel Haas, für den Mittelfeldspieler Christopher Quiring weichen musste, konnte gegen den Strafstoß von Romain Bregerie kurz vor der Pause nichts ausrichten.

Das Union-Dilemma nahm in Unterzahl seinen Lauf. Durch Milan Ivana und einen Doppelpack von Kapitän Aytac Sulu erhöhte der Tabellenzweite aus Darmstadt auf 5:0. „Mir bleibt nur, den mitgereisten Fans Entschuldigung zu sagen. Die Reise war lang. Mit so einem Ergebnis ist es nicht schön, nach Hause zu fahren“, sagte Düwel. Der Sonderzug der Fans wurde erst gegen 7 Uhr am Sonnabend in Berlin zurückerwartet.

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