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1. FC Union verliert 0:2 in Fürth : Keinen Zugriff auf das Spiel

Es wurde keine erfreuliche Reise für den 1. FC Union nach Franken. Die Berliner verlieren 0:2 in Fürth - und sind zu harmlos, wie Interimstrainer Hofschneider findet.

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Keine hohe Kunst im Sportpark Ronhof in Fürth. Der Fürther Marcel Franke (l) kämpft mit dem Berliner Sören Brandy um den Ball.
Keine hohe Kunst im Sportpark Ronhof in Fürth. Der Fürther Marcel Franke (l) kämpft mit dem Berliner Sören Brandy um den Ball.Foto: dpa/Karmann

Nach dem Abpfiff klatschten die Fußballer des 1. FC Union vorsichtig in Richtung der mitgereisten Fans. Nach der 0:2 (0:1)-Niederlage bei der Spielvereinigung Greuther Fürth wussten sie selbst, dass sie nicht ihre beste Leistung gezeigt hatten. Müde schleppten sich die Berliner Richtung Kabine. „Bis auf die 20 Minuten nach der Halbzeit hatten wir keinen direkten Zugriff auf die Partie“, ärgerte sich Interimstrainer André Hofschneider. „Der Sieg der Fürther geht völlig in Ordnung.“
Vor allem in der ersten Hälfte hätte Unions Gegenwehr stärker sein müssen, um Fürth in Verlegenheit zu bringen. „Fürth hat immer wieder Lücken gefunden. So hatten wir in der der ersten Hälfte Riesenprobleme“, sagte Angreifer Sören Brandy. „In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Aber mit dem Konter zum 0:2 war der Ofen aus.“ Für Union setzte sich vor 7960 Zuschauern die Negativserie im Ronhof fort. Dort wird ab dem heutigen Mittwoch die beim Spiel bereits gesperrte alte Haupttribüne aus den 1950er Jahren abgerissen. Die Köpenicker konnten dagegen bei der Spielvereinigung erneut nichts reißen. Auch beim neunten Zweitligavergleich zwischen beiden Klubs gab es keinen Sieg.
Bereits nach vier Minuten konnten die Gastgeber, die durch den Sieg in der Tabelle wieder an Union vorbeigezogen sind, in Führung gehen. Sebastian Freis ließ Unions Torwart Jakob Busk mit einem Schuss in die rechte untere Ecke keine Chance. Die endgültige und verdiente Entscheidung gelang Johannes Wurtz zehn Minuten vor dem Ende.
Besonders ärgerlich war das für den früheren Fürther Stephan Fürstner, der in seinem 150. Zweitligaspiel erstmals seit Anfang Dezember wieder in der Berliner Startelf stand. „Wir waren in der Anfangsphase gar nicht wach. Wir wurden überrannt. Fürth hat gut den Ball laufen lassen“, sagte Fürstner. „Wir haben nicht die zwingenden Torchancen kreiert, um zu sagen, dass heute mehr drin gewesen wäre. Fürth hatte die klareren Möglichkeiten und somit auch verdient gewonnen.“

Union bot im 4-4-2-System erneut eine Verlegenheitself auf, in der ein halbes Dutzend Stammspieler fehlten. Kapitän Benjamin Kessel konnte nach einem Infekt nur eingewechselt werden. Mittelfeldspieler Maximilian Thiel reiste nach überstandener Oberschenkelverletzung zwar mit ins Frankenland, wurde von Hofschneider aber lieber noch geschont. Schließlich steht am Sonnabend gegen den FSV Frankfurt schon das nächste Heimspiel an.
Ob Christopher Trimmel gegen die Frankfurter mitwirken kann, ist offen. Der Einsatz des Österreichers stand einen Tag vor der Partie wegen Durchfall auf der Kippe. Um keinen Mitspieler anzustecken, musste er die Nacht zum Spiel aus dem Doppelzimmer mit Emanuel Pogatetz ausziehen und allein schlafen. Trimmel fuhr bereits nach dem Spiel mit einem Betreuerauto nach Berlin zurück. Die Mannschaft folgt dann erst am Mittwoch.

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