2:0 bei Celtic Glasgow : Borussia Mönchengladbach bleibt im Rennen

Nach dem ersten Sieg in dieser Champions-League-Saison darf Borussia Mönchengladbach wieder auf ein Überwintern im internationalen Wettbewerb hoffen.

Ich kann gar nichts hören! Lars Stindl dreht nach seinem Führungstor zum 1:0 jubelnd ab. Da verstummte es selbst im sonst so stimmungsvollen Celtic Park.
Ich kann gar nichts hören! Lars Stindl dreht nach seinem Führungstor zum 1:0 jubelnd ab. Da verstummte es selbst im sonst so...Foto: dpa

Mit einer überzeugenden Leistung hat sich Borussia Mönchengladbach in der hitzigen Atmosphäre des Glasgower Celtic Parks alle Chancen auf das Achtelfinale der Champions League erhalten. Der Tabellenneunte der Fußball-Bundesliga gewann am Mittwoch trotz großer Personalnot beim Schottischen Meister 2:0 (0:0) und schob sich durch den ersten Sieg der laufenden Champions-League-Saison auf den dritten Platz der Vorrundengruppe C. Vor 57.814 Zuschauern erzielten Lars Stindl (57. Minute) und André Hahn (77.) die Treffer für die Gäste.

„Das war ein sehr, sehr guter Auftritt unserer Mannschaft. Wir wollen in Europa überwintern und da haben wir einen großen Schritt gemacht“, sagte Sportdirektor Max Eberl. Zudem äußerte er sich begeistert zur Atmosphäre in Glasgow. „Aber jetzt hört man nur noch unsere Fans. Das zeigt, wie das Spiel ausgegangen ist“, sagte Eberl kurz nach Abpfiff. Mit einem weiteren Erfolg im Rückspiel in zwei Wochen wäre den Gladbachern zumindest die Teilnahme an der Europa League kaum noch zu nehmen. Der starke Auftritt bringt vor dem Klassiker beim FC Bayern am Samstag auch wieder etwas mehr Ruhe für André Schubert. Borussias Coach war nach zuvor nur einem Sieg in den vergangenen fünf Pflichtspielen in die Kritik geraten. In Glasgow überzeugte Schuberts taktische Umstellung auf die Viererkette, auch die überraschende Aufstellung von Jonas Hofmann erwies sich als richtiger Griff.

Stindl und Hahn trafen für die Borussia nach der Pause

Selbst ohne Abwehrchef Andreas Christensen überstanden die Borussen die gegnerische Anfangsoffensive. Gladbach setzte in einer temporeichen Partie hingegen selbst immer wieder Achtungszeichen. Vor allem Ibrahima Traoré trieb den Angriff des Bundesligisten über die rechte Seite unermüdlich an, nur mit Mühe entschärfte Celtics Keeper Craig Gordon den Schuss des 28-Jährigen von der Strafraumgrenze (17.).

Überraschend vertraute Schubert im offensiven Mittelfeld erstmals in der laufenden Champions League auf Hofmann. Der offensive Mittelfeldspieler absolvierte nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund diesen Sommer erst das zweite Spiel von Beginn an – und machte seine Sache ordentlich. Aus elf Metern konnte jedoch auch Hofmann den starken Gordon in der 26. Minute nicht überwinden. Auf der anderen Seite stand die Gladbacher Abwehr sicher. Erst kurz vor der Pause kam Scott Sinclair zur ersten wirklich gefährlichen Chance für Celtic, verzog allerdings aus halblinker Position. „Wir machen heute eine richtig gute erste Halbzeit, bei eigenem Ballbesitz sind wir so gut wie lange nicht “, lobte Borussias Präsidiumsmitglied Hans Meyer.

Nach gemächlicherem Beginn in die zweite Halbzeit belohnte sich Gladbach für den Kraftakt. Torschütze Stindl leitete den Angriff zum 1:0 selbst ein, André Hahn grätschte den Ball vor dem unaufmerksamen Ivorer Kolo Touré zurück in die Gefahrenzone, aus spitzem Winkel donnerte Stindl den Ball durch die Beine von Gordon. Die Entscheidung bereitete der Kapitän nach einem erneuten Patzer von Kolo Touré selbst vor. Seinen Pass verwertete Hahn zum 2:0. (dpa)

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