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82:67 gegen Aris Saloniki : Alba Berlin gewinnt im Eurocup

Alba hat im Eurocup den zweiten Sieg im dritten Spiel eingefahren. Vor den Augen von Neuzugang Robert Lowery gewannen die Berliner gewannen am Dienstag gegen Aris Saloniki mit 82:67 (38:37).

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Augen auf, Zunge raus: Will Cherry von Alba Berlin.
Augen auf, Zunge raus: Will Cherry von Alba Berlin.Foto: Imago

Der Mann mit den langen Rastahaaren, der den Basketballern von Alba Berlin in den nächsten Wochen helfen soll, saß in der Halbzeitpause einsam auf der Haupttribüne in der Großarena am Ostbahnhof und sinnierte über seine ersten Eindrücke. „Ich liebe den Alba-Trainer, er ist sehr leidenschaftlich“, sagte der US-amerikanische Basketballprofi Robert Lowery über Sasa Obradovic, „und die Mannschaft spielt als Team gut zusammen.“ Tatsächlich sah die noch nicht spielberechtigte Berliner Neuverpflichtung ein Alba-Team, das nach zuletzt zwei Niederlagen beim 83:67 (38:37) gegen Aris Saloniki vor allem im letzten Viertel überzeugte. Centerspieler Elmedin Kikanovic traf mit 22 Punkten am besten, Flügelspieler Dragan Milosavljevic kam sogar fast auf ein Triple Double (16 Punkte, 10 Rebounds, 9 Assists). Auch der 20 Jahre alte Spielmacher Ismet Akpinar (11 Punkte) bot erneut eine überzeugende Leistung.

Alba Berlin steht nun im Eurocup bei zwei Siegen und einer Niederlagen und hat wieder alle Chancen, die K.O.-Runde zu erreichen. „Dieser Sieg war sehr wichtig“, sagte Albas Kapitän Alex King, „jetzt brauchen wir aus den letzten drei Spielen am besten noch einen Heimsieg und einen Auswärtssieg, um sicher weiter zu kommen.“ Vor allem freute er sich, dass die Berliner nach der peinlichen Niederlage in Braunschweig (43:46) vor eigenem Publikum Wiedergutmachung betreiben konnten. Also zumindest ein bisschen, denn die traurigen 43 Punkte in der Offensive bleiben in den Annalen von Alba Berlin als Bundesliga-Negativrekord bestehen.  

Lowery würde gerne länger in Berlin bleiben

Gegen die von einigen hundert lautstarken Fans unterstützten Griechen gingen die Berliner vor 7771 Zuschauern konzentrierter zu Werke, schon zur Halbzeit hatten sie mit 38 Punkten nahezu den Wert von Braunschweig erreicht. Zunächst konnten sie sich sogar absetzen (34:22), doch die überragenden US-Guards Dominic Waters und Jerel McNeal (beide je 20 Punkte) führten Saloniki bis zur Pause wieder bis auf einen Punkt heran. Das dritte Viertel verlief ausgeglichen, im  vierten Abschnitt (24:9) entschied Alba trotz großer Foulprobleme das Spiel für sich.

„Wir haben unsere Aggressivität im letzten Viertel gesteigert“, lobte Trainer Sasa Obradovic. In der Offensive traf Kresimir Loncar vier Minuten vor dem Ende einen wichtigen Dreipunktewurf zum 68:62, ein Treffer, den die meisten griechischen Fans nicht mitbekamen, weil sie dem Spielfeld den Rücken kehrten, um einen Tanz vorzubereiten. Anschließend ließen sich die Berliner auch von mehreren umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen nicht mehr aus dem Konzept bringen.

Robert Lowery hätte gegen Saloniki gerne einen Teil zum Erfolg beigetragen. „Ich habe gegen Aris gut gespielt und 16 Punkte erzielt“, erinnert sich der 28-jährige Combo-Guard an die Niederlage mit seinem vorherigen Team Nea Kifissia in der griechischen Liga. Doch Lowery wird im Eurocup erstmals in der Rückrunde der Top32-Runde spielberechtigt sein, also in der kommenden Woche beim Rückspiel in Saloniki. In der Bundesliga darf er sofort spielen. In Berlin erhält er einen Vertrag bis Ende Februar, würde aber gerne länger bleiben. Weil den Berlinern weiterhin die Verletzten Jordan Taylor und Niels Giffey fehlen, freut sich Kapitän Alex King über den Zugang: „Die Saison ist lang und hart, wir können jeden Körper gut gebrauchen.“

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