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Alba Berlin verliert gegen Vorletzten Bremerhaven : Ausgebuht bei der Blamage

Mit der vierten Pflichtspielpleite in Serie stürzt Alba Berlin vom Spitzenplatz der Bundesliga. Beim 69:80 gegen den Tabellenvorletzten Bremerhaven gelingt zu Hause wenig.

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Hängende Köpfe. Die Berliner Spieler Alex King (l.) und Will Cherry. hier gegen Ludwigsburg.
Hängende Köpfe. Die Berliner Spieler Alex King (l.) und Will Cherry. hier gegen Ludwigsburg.Foto: dpa

„Herz, Willen, Siegermentalität“ – Alba Berlins Kapitän Alex King fielen gleich mehrere Antworten auf die Frage ein, was seiner Mannschaft am Sonntagnachmittag gegen die Eisbären Bremerhaven gefehlt hatte. Die Norddeutschen waren als Vorletzter der Basketball-Bundesliga angereist, zuletzt hatte Bremerhaven sechs Mal hintereinander verloren. Doch es waren die Berliner, die vor 9732 enttäuschten Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof nervös und bisweilen kopflos spielten. Am Ende einer ängstlichen und konfusen Vorstellung unterlag Alba 69:80 (32:48). Seit dem überzeugenden Sieg gegen den FC Bayern München vor zwei Wochen haben die Berliner damit vier Mal in Serie verloren, in der Tabelle rutschte der bisherige Spitzenreiter auf den dritten Platz ab.

Das Team von Trainer Sasa Obradovic hat urplötzlich sein Selbstbewusstsein komplett verloren, wirklich erklären konnte das aber keiner der Beteiligten. „Bei allem Respekt für Bremerhaven – wir haben den Sieg heute selbst weggegeben“, sagte der Serbe. „Diese Niederlage tut weh. Wir haben unter Druck nicht gut reagiert.“

Schon zur Halbzeit gab es Pfiffe

Frühe Fehler, Ballverluste und vergebene Wurfchancen hätten seine Mannschaft verunsichert, sagte Obradovic. Die Bremerhavener nutzten die Chance, trafen hervorragend von der Dreierlinie und zogen schon früh davon. Zur Halbzeit gab es sogar vereinzelte Pfiffe gegen die Gastgeber. Erst Mitte des dritten Viertels – Alba spielte immer noch immer mit wenig Struktur, jetzt aber mit mehr Engagement – bäumten sich die Berliner auf. Bei einem Rückstand von 18 Punkten erzielte Aufbauspieler Will Cherry vier Körbe in Serie, die Aufholjagd führte seine Mannschaft kurz vor Schluss noch auf vier Zähler heran. Für einen Sieg reichte Albas Leistung aber nicht.

„Wir haben zu viel Schiss, irgendwas zu machen. Zu viel Schiss, Fehler zu machen“, sagte Alex King und bezeichnete das Spiel als „Blamage“. Einige Spieler seien zwar angeschlagen, Niels Giffey humpelte wegen einer Sehnenentzündung im Fuß auf Krücken durch die Halle, das dürfe aber keine Entschuldigung sein. „Man hat’s gehört: Wir sind ausgebuht worden“, sagte King. „Mit Recht.“

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