Basketball : Alba holt Paul Carter und Tony Gaffney

Alba Berlin kauft zwei Wochen vor dem Saisonstart noch einmal doppelt ein. Damit reagiert der Verein auf zwei unterschiedliche Entwicklungen.

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Soll bald für Alba Körbe machen: Tony Gaffney.
Soll bald für Alba Körbe machen: Tony Gaffney.Foto: dpa

Knapp zwei Wochen vor dem Saisonstart ist Alba Berlin noch einmal doppelt auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Der Basketball-Bundesligist verpflichtete am Montag die beiden US-Amerikaner Tony Gaffney und Paul Carter, die bereits den obligatorischen Medizincheck absolviert haben und am Abend das erste Mal mit ihren neuen Kollegen trainieren sollten. Der 32 Jahre alte Gaffney, der in Deutschland bereits für die Baskets Bonn aktiv war, unterschrieb einen Einjahresvertrag mit der Option auf eine weitere Saison. Der 29 Jahre alte Carter wird zunächst drei Monate für Alba spielen, auch bei ihm gibt es danach die Option auf eine längere Zusammenarbeit.

Die Berliner hatten auf zwei Entwicklungen reagieren müssen: Brandon Ashley, der eigentlich einen gültigen Vertrag bei Alba besitzt, scheint einen Wechsel erzwingen zu wollen und nimmt nicht am Training teil. Und Malcolm Miller fällt mit einem Handbruch drei Monate lang aus. „Wir mussten zu einem sehr schwierigen Zeitpunkt in der Saison auf unsere Probleme auf den großen Positionen reagieren“, sagt Albas Sportdirektor Himar Ojeda.

Gaffney hat langjährige Europa-Erfahrung

Carter ist ein ähnlicher Spielertyp wie Miller und kann als Small Forward und Power Forward eingesetzt werden. Es spricht einiges dafür, dass er Berlin wieder verlässt, wenn Miller wieder fit wird.

Mit Power Forward Gaffney hat Alba einen Profi mit langjähriger Europa-Erfahrung geholt, der auch schon in der Türkei, Spanien und zuletzt zwei Jahre in Israel bei Hapoel Jerusalem spielte. In der Saison 2011/12 war er im Bonner Trikot bester Wurfblocker der Bundesliga und wurde ins All-Star-Team gewählt. Es bleibt abzuwarten, ob er mittlerweile etwas von seiner damaligen starken Athletik und Energie eingebüßt hat.

Der Fall Brandon Ashley ist laut Alba-Geschäftsführer Marco Baldi trotz der beiden Transfers „nicht abgeschlossen“. Er wisse nicht, wie sich die Angelegenheit weiter entwickeln werde, sagt Baldi, „aber wir wollen Spieler, die nicht darüber nachdenken, ob sie sich maximal engagieren wollen oder nicht“.

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